Pilgerherberge und Begegnungsstätte am Zittauer Jakobsweg
Wer immer in guter Absicht diese Schwelle betritt, er sei uns willkommen.

Übersicht zu den bisherigen Aktivitäten


Pilgergruppe vor dem Hintergrund des Jeschkens
 

Pilgertag am 23. Sept. 2017

Am 23. Sept. 2017 machte sich wieder eine kleine Gruppe auf den Weg, um ein Stück auf dem Zittauer Jakobsweg zu pilgern. Zwischen dem Startpunkt in Böhmisch Aicha (Český Dub) und dem Etappenziel Münchengrätz (Mnichovo Hradiště) lagen wunderschöne Wegabschnitte in Wald und Flur. Höhepunkt auf der 23 km langen Strecke war zweifelsohne die Besichtigung der Jakobskirche in Letarschowitz (Letařovice) mit ihrer einmaligen Holzkassettendecke.
 

Christian Kretschmer führte viele Interessierte durchs Haus.
 

Tag des off. Denkmals am 10. Sept. 2017

Die Vereinsmitglieder hatten zum Tag des offenen Denkmals das Pilgerhäusl wieder hübsch herausgeputzt. Daher war die Freude groß, dass wieder viele Besucher das Angebot zur Hausbesichtigung nutzten. Außerdem war auch die Kaffeetafel und der geheizte Kachelofen ein beliebter Ort zum Verweilen.

Geschichtenabend am Lagerfeuer 2017
 

Geschichtenabend am 18. Aug. 2017

An einem schönen Sommerabend versammelten sich etliche Pilgerhäusl-Freunde am Lagerfeuer, um den heimatlichen Geschichten zu lauschen, die der Hirschfelder Michael Schmacht in seiner unnachahmlichen Art vorlas. Zwischendurch wurden Volkslieder angestimmt.

Historische Ansicht vom Kohlekraftwerk "Völkerfreundschaft" in Hirschfelde
 

Vortragsabend am 21. Juli 2017

Ein historischer Streifzug mit alten Fotografien lockte am 21. Juli 2017 derart viele Gäste ins Pilgerhäusl, dass gar nicht alle einen Sitzplatz fanden. Eberhard Lochmann zeigte Aufnahmen von Hirschfelde und Umgebung, die größtenteils von seinem Vater stammten. Die gleichnamige Ausstellung, die im Pilgerhäusl gezeigt wurde, umfasst weitere 23 historische Fotos. Sie ist noch bis zum 8. Dez. 2017 zu sehen.

Stolz verweist ein Aufsteller auf den Anlass des Festes
 

„Zehn Jahre Pilgerhäuslverein" am 28. Mai 2017

Wir feierten am Tag des offenen Umgebindehauses „Zehn Jahre Pilgerhäuslverein" mit einem vielseitigen Rahmenprogramm.
10 Uhr Heilige Messe in der kath. Kirche Hirschfelde
Hausführungen zum Tag des offenen Umgebindehauses
11 Uhr Eröffnung der Ausstellung „Sakrale Kleindenkmale im Jeschkengebirge“, 23 großformatige Fotografien von Jeannette Gosteli aus Oybin
15 Uhr Blasmusik der Stattkapelle Ostritz bei Kaffee/Kuchen
17 Uhr Abschluss mit der Maiandacht
 

Altbischof Joachim Reinelt (links) im Pilgerhäusl
 

Vortragsabend mit Altbischof Joachim Reinelt am 21. Apr. 2017

Am Freitag (21. April) war der emeritierte Bischof Joachim Reinelt zu Gast im Pilgerhäusl Hirschfelde und erzählte aus den bewegten Jahren seines Bischofsamtes. Die wichtigste Aufgabe eines Bischofs bleibt immer gleich: er soll den Menschen in seinem Bistum das Evangelium verkünden und auslegen. Was sich aber ändert – und zwar teilweise radikal -, sind die Gegebenheiten, unter denen dieser Auftrag erfüllt werden muss. Joachim Reinelt, geboren 1936 in der Grafschaft Glatz, hat sich dem in besonderer Weise stellen müssen. 1988, als er zum Bischof von Dresden-Meißen geweiht wurde, lag sein Bistum, das sich von der Neiße bis an den Stadtrand von Jena erstreckt, noch in der DDR. Hier war die Kirche allenfalls geduldet. Dann kamen die stürmischen Jahre 1989/90 und viele schwierige Entscheidungen waren zu fällen. In den Folgejahren mussten die Kirchen im Osten Deutschlands ihren Weg neu bestimmen, da sie fast über Nacht zu geschätzten Partnern in Staat und Gesellschaft wurden, freilich in einer Umgebung, in der viele Menschen Gott nicht mehr kennen. 2012 konnte Reinelt die Leitung des Bistums Dresden-Meißen abgeben, behielt jedoch seinen Wohnsitz in der sächsischen Landeshauptstadt.

Ausschnitt aus dem Großen Zittauer Fastentuch
 

Vortragsabend über Zittauer Fastentücher am 17. März 2017

Am Freitag (17. März) fand im Pilgerhäusl Hirschfelde eine Vortragsabend statt. Diesmal referierte die Herrnhuterin Lucia Henke über die Zittauer Fastentücher. In ihrem Masterstudium hat sie sich mit der Frage auseinandergesetzt, was das Bildprogramm der Zittauer Fastentücher über ihre Entstehungssituation und die Lebenssituation der Menschen verrät. Sie wagte auch einen geschichtlichen Sprung und brachte die Darstellungen auf den Tüchern mit den damaligen Sichtweisen der Menschen in Verbindung.

Heilige Familie
 

Ausstellungseröffnung und Geschichtenabend am 17. Feb. 2017

Am Freitag (17. Feb.) eröffnete im Pilgerhäusl Hirschfelde eine neue Ausstellung. Diesmal stellt der Schwede Mats Hermansson aus Visby unter dem Titel „Zeltplanen-Ikonen“ seine Werke aus. Die 17 Bilder sind von Ikonen inspiriert, aber auch von der Idee, aus Altem wieder etwas Schönes machen. Deshalb verwendet der künstlerisch begabte Priester oft alte Zeltplanen als Unterlage. Nach dem Abendbrot nach dem Prinzip „Jeder bringt etwas mit“ lud der Pilgerhäuslverein zu einem gemütlichen Geschichtenabend in die Blockstube ein.
 

 

Vortragsabend am 20. Jan. 2017

Erstaunlich viele Gäste kamen zum Vortrag „Taizé - Ursprung, Spiritualität und persönliche Erfahrungen“, den Pfr. Thomas Cech aus Zittau hielt. Auch die anschließende Taizé-Andacht in der benachbarten Kirche fand viel Anklang.

Papierkrippe "Varnsdorf"
 

Sonderöffnung der Krippenausstellung am 30. Dez. 2016

Auch die Sonderöffnung nutzten wieder viele Besucher, um die Ausstellung "Betlehem mitten in Böhmen" zu besichtigen. Anschließend lud die gemütliche Blockstube ein, bei Kaffee und Kuchen zu verweilen.
 

Die Blockstube platze fast aus allen Nähten - so viele Gäste waren zur Weihnachtsstunde gekommen.
 

Weihnachtsstunde am 28. Dez. 2016

Zum zehnten Mal wurde im Pilgerhäusl Hirschfelde in geselliger Runde Weihnachten gefeiert. Dazu trug am 28. Dezember Michael Schmacht wieder heitere und besinnliche Geschichten vor. Auch das gemeinsame Singen von Weihnachtsliedern gehörte zum traditionellen Programm. Versüßt wurde die Weihnachtsstunde mit Glühwein und selbstgebackenen Plätzchen. Viele nutzten auch die Gelegenheit, die aktuelle Ausstellung „Betlehem mitten in Böhmen“ zu besichtigen. Zu sehen sind 40 alte und neue Papier- und Faltkrippen, die fast alle einen regionalen Bezug zu Nordböhmen haben.

Stefan Wollmann (rechts) beim Vortrag im Pilgerhäusl
 

Vortragsabend am 16. Dez. 2016

Die Krippenausstellung "Betlehem mitten in Böhmen" hat im Pilgerhäusl schon eine kleine Tradition. Auch in diesem Jahr werden wieder alte und neue Papierkrippen gezeigt, die das Weihnachtsgeschehen in das Umfeld verschiedener Städte und Regionen Böhmens setzen. Die Eröffnung fand am Freitag, den 16. Dezember, um 18.30 Uhr statt. Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung lud der Pilgerhäuslverein zu einem Vortrag ein. Diesmal ist der Heimatforscher Stefan Wollmann aus Schirgiswalde nach Hirschfelde gekommen und hat über die Tradition der Oberlausitzer Krippen gesprochen. Das Thema fand großen Anklang, denn es hatten viele den Weg nach Hirschfelde auf sich genommen.

Mönchsvater Evagrius Ponticus - der Vordenker des Enneagramms
 

Besinnungstag am 19. Nov. 2016

Am 19. November kamen 14 Gäste aus nah und fern zu einem Besinnungstag im Pilgerhäusl. Das Thema lautete „Sich selbst und andere besser verstehen“. Vorgestellt wurde das Enneagramm als Instrument der Selbsterforschung und der Transformation. Die Teilnehmer erfuhren nicht nur viel Wissenswertes über die neun Gesichter der Seele, sondern konnten sich auch selbst testen und mit den anderen in den Austausch treten. Begleitet wurde der Besinnungstag von mehreren gemeinsamen Gebetszeiten.

Grenzsteine zwischen Sachsen und Preußen am Petschkenberg bei Kleinradmeritz, Foto: Prof. Christian Schurig
 

Vortrag zu historischen Zeugnisse an Oberlausitzer Straßen und Wegen am 21. Okt. 2016

Im Pilgerhäusl Hirschfelde fand am Freitag, den 21.10.2016 wieder ein Vortragsabend statt. Prof. Christian Schurig sprach zum Thema „Historische Zeugnisse an Oberlausitzer Straßen und Wegen“. In einer fotografischen Entdeckungsreise wurden dazu ausgewählte Kleindenkmale vorgestellt. Sie benötigen unsere besondere Aufmerksamkeit, weil sie öffentlich weniger im Blickpunkt stehen und damit oft unbemerkt oder gar unbeachtet bleiben. Im Mittelpunkt des Vortrages standen Postsäulen und Meilensteine, historische Steinbogenbrücken, unterschiedliche Grenzsteine, Bildstöcke und Wegkreuze aus unserer Oberlausitz. Auch Triangulationssäulen und eine Auswahl bedeutender Denksteine wurden vorgestellt.



Geöffnetes Pilgerhäusl am 11.9.16
 

Tag des offenen Denkmals am 11. Sept. 2016

Am Tag des offenen Denkmals hatte sich das Pilgerhäusl wieder auf viele Besucher eingestellt und wurde nicht enttäuscht. Rund 150 Interessierte kamen, um sich das sanierte Umgebindehaus anzusehen. Zugleich wurde eine neue Ausstellung eröffnet. Sie zeigt 20 Fotografien mit den schönsten sakralen Kleinoden des Schluckenauer Zipfels - fotografiert von Jeannette Gosteli aus Oybin. Großen Anklang fand auch die Kaffeetafel in der Blockstube, die mit selbst gebackenen Kuchen lockte.
 

Pilgergruppe - allzeit begleitet vom 1.012 m hohen Jeschken (Ještěd)
 

Pilgertag am 3. Sept. 2016

Am 3. September 2016 begab sich eine kleine Gruppe von 15 Pilgern auf den nächsten Abschnitt des Zittauer Jakobswegs. Diesmal ging es von Kriesdorf (Křižany) bis nach Böhmisch Aicha (Český Dub). An der Pieta auf dem Kriesdorfer Sattel (Křižanské sedlo) stimmte sich die Pilgergruppe mit Liedern, Gebeten und geistlichen Texten auf das gemeinsame Unterwegssein ein. Ein schöner Waldweg führte bis zum Preußischen Kreuz (Pruský kříž). Von dort ging es über Oberpassek (Hoření Paseky) bis zur tausendjährigen Linde in Kotel. Nach insgesamt 16 km war Böhmisch Aicha (Český Dub) erreicht. Hier konnte die Johanniterkommende, die Heilig-Geist-Kirche und die Reste des Hospizes der hl. Zdislava besichtigt werden.
 

Geschichtenabend am Lagerfeuer 2016
 

Geschichtenabend am Lagerfeuer am 19. Aug. 2016

Am Freitag (19. August) lud das Pilgerhäusl wieder zum gemütlichen Beisammensein und Grillen am Lagerfeuer ein. Pfarrer Michael Dittrich las unterhaltsame Geschichten vor und stimmte passende Lieder zum Mitsingen an. Letztmalig war auch die Ausstellung „Faszination Landschaft – das Zittauer Gebirge und seine Nachbarn in Bildern von Willy Müller-Lückendorf“ zu sehen.

Ausstellung im Gewölbe
 

Ausstellungseröffnung und Geschichtenabend am 17. Juni 2016

Am 17. Juni wurde im Pilgerhäusl die neue Ausstellung „Faszination Landschaft – das Zittauer Gebirge und seine Nachbarn in Bildern von Willy Müller-Lückendorf“eröffnet. Die 21 Reproduktionen stellte die Buchbinderei Steek aus Zittau zur Verfügung. Nach dem gemeinsamen Abendbrot gab es wieder unterhaltsame Geschichten zu hören, die von gemeinsam gesungenen Volksliedern umrahmt wurden. Für den schönen Abend dankten die Besucher mit dem Abendgebet in der benachbarten Kirche.

Christian Kretschmer (rechts im Bild) bei seinen Hausführungen
 

Mitwirkung beim Tag des offenen Umgebindehauses am 29. Mai 2016

Am Tag des offenen Umgebindehauses kamen 260 Gäste, um das Pilgerhäusls zu besuchen. Christian Kretschmer hatte wieder alle Hände voll zu tun, um die Baukundigen durch das Haus zu führen. Großes Interesse fand auch die aktuelle Ausstellung mit Aquarellen heimischer Hobbymaler. Diesmal brachten die Besucher oft viel Zeit mit und genossen die gemütliche Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen.
 

Das Pilgerhäusl-Modell in Leipzig
 

Pilgerhäusl auf dem Deutschen Katholikentag in Leipzig vom 25. bis 28. Mai 2016

Ende Mai ging das Pilgerhäusl auf Reisen; genauer gesagt: das kleine Modell des Pilgerhäusls im Maßstab 1:10 und mit ihm Infomaterial über den Zittauer Jakobsweg und das Umgebindeland. Ziel war die Propsteigemeinde St.Trinitatis Leipzig, einer der vielen Gastgeber des Deutschen Katholikentags in Leipzig. Viele Besucher kamen in den Gemeinderaum, in dem sich auch eine Ausstellung der Via scara befand, um sich über die Möglichkeiten des Pilgerns und die Besonderheiten der Umgebindebauweise zu informieren.


Gerold Schmacht aus Ostritz
 

Vortrag zur heimischen Mundart am 20. Mai 2016

Am 20. Mai lud der Pilgerhäuslverein wieder zu einem Vortragsabend ind Pilgerhäusl Hirschfelde ein. Nach dem gemeinsamen Abendbrot hielt Gerold Schmacht aus Ostritz einen Vortrag zur heimischen Mundart. Dazu brachte er schöne Geschichten, Lieder und Gedichte mit. Zum Abschied sangen alle Gäste das Oberlausitzlied.

Die Emmausgänger
 

Emmausgang am Ostermontag am 28. März 2016

Am Ostermontag lud der Pilgerhäuslverein zum Emmausgang ein. Wie die biblischen Emmausjünger haben sich die 15 Teilnehmer mit Worten aus der Heiligen Schrift beschäftigt, um auf diese Weise dem Ostergeheimnis näherzukommen. Der Weg führte von der Schlegeler Kirche über den Pater-Kolbe-Hof und durch das Kemlitztal zum Pilgerhäusl Hirschfelde. Auf der 5 km langen Strecke wurden mehrere geistliche Stationen eingelegt. Unterwegs konnten die Kinder auch kleine Osternester suchen. Den Abschluss bildete das gemütliche Beisammensein bei Kaffee und selbstgebackenen Kuchen im Pilgerhäusl.
 

Innenraum der einstigen Johanniterkirche
 

Ausstellungseröffnung und Vortrag über die Hirschfelder Johanniterkirche am 18. März 2016

Am 18. März wurde im Pilgerhäusl Hirschfelde eine neue Ausstellung eröffnet, zu der rund 80 Gäste kamen. Sie trägt den Titel „Farbige Momente – geboren 1948“ und wird von den vier Hobbymalern aus Olbersdorf und Großschönau gestaltet. Zu ihnen gehören Ingrid Flammiger, Christine Heidler, Ingrid Kunz und Hubert Kunz. Die Aquarelle zeigen Landschafts- und Blumenmotive unserer Heimat. Nach dem gemeinsamen Abendbrot hielt Dr. Marius Winzeler einen Vortrag über die mittelalterliche Johanniterkirche von Hirschfelde und berichtete auf diese Weise Interessantes zu Geschichte und Architektur dieses unterschätzten Bauwerks. Der ehemalige Direktor des Stadtmuseums Zittau reiste dazu extra aus seiner neuen Wahlheimat Prag an. Der schöne Abend wurde schließlich mit dem gemeinsamen Abendgebet in der Kirche beendet.

Blick auf die neuen Winterfenster an der Südseite der Blockstube
 

Einbau der Winterfenster am 14. März 2016

Rechtzeitig vor Ostern wurden endlich die Winterfenster für die Blockstube eingebaut. Darauf musste der Pilgerhäuslverein lange warten. Erst als das Bonifatiuswerk einen Zuschuss gewährte, konnte ein geschickter Tischler aus dem benachbarten Grottau (Hrádek nad Nisou) beauftragt werden. Im Sommer, wenn die Farbe schnell trocknet, werden noch die Blendrahmen und Fensterbretter gestrichen.


"Die Reise nach Oletzko" war eine von vier Geschichten, die am Freitagabend zu Gehör kamen.
 

Geschichtenabend am 19. Febr. 2016

Am 19. Februar fand wieder ein Geschichtenabend im Pilgerhäusl Hirschfelde statt. Das gemütliche Beisammensein begann 18.30 Uhr traditionell mit dem gemeinsamen Abendbrot, das von den Gästen liebevoll beigesteuert wurde. Im Anschluss wurden von jeannette Gosteli heitere und besinnliche Geschichten vorgelesen. Zu den Autoren gehörte unter anderem Reinhold Stecher. Der inzwischen schon verstorbene Bischof von Innsbruck war sehr beliebt, weil er Glauben und Lebenspraxis zu verbinden vermochte. So konnte er als leidenschaftlicher Bergsteiger auch sagen: „Viele Wege führen zu Gott. Einer geht über die Berge“. Zwischen den Geschichten wurden wieder Lieder angestimmt. Die 15 Gäste genossen die gemütliche Stimmung und blieben noch einige Zeit in geselliger Runde zusammen.

Blick in die Blockstube
 

Vortrag über einstige Sehenswürdigkeiten im Neißetal am 15. Jan. 2016

Am 15. Januar 2016 fand wieder ein Vortragsabend in der Blockstube des Pilgerhäusls statt. Er begann traditionell mit dem gemeinsamen Abendbrot nach dem Prinzip „Jeder bringt etwas mit“. Im Anschluss führte Tilo Böhmer aus Ostritz auf den Spuren unserer Vorfahren durch das Neißetal. Die virtuelle Wanderung stellte in Wort und Bild einstige Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten vor. Es bestand auch noch einmal die Möglichkeit, die Ausstellung "Betlehem mitten in Böhmen" mit 25 böhmischen Papierkrippen zu besichtigen.

Besucher vor den Krippen von Jiří Škopek
 

Sonderöffnung der Krippenausstellung am 30.iDez. 2015

Dass die Krippenausstellung "Betlehem mitten in Böhmen" am 30. Dezember noch einmal so viele Menschen anziehen würde, damit hatte der Pilgerhäuslverein nicht gerechnet. Der Besucherstrom riss die ganze Zeit nicht ab. Viele der Besucher besitzen selbst eine Papierkrippe - manche sogar noch als Erinnerungsstück aus der alten Sudetenheimat. Andere nahmen die Anregung mit, sich in Tschechien mal eine Papierkrippe zu besorgen und sie selbst auszuschneiden. Auch im kommenden Jahr ist wieder eine Ausstellung geplant - mit überwiegend neuen Exponaten.

Weitere Informationen zur Ausstellung

Michael Schmacht (links) und Vereinsvorsitzender Michael Dittrich
 

Weihnachtsstunde am 28. Dez. 2015

Zum neunten Mal lud der Pilgerhäuslverein zur Weihnachtsstunde in die gemütliche Blockstube ein. Die 30 Gäste lauschten aufmerksam den Geschichten, die Michael Schmacht vortrug. Am meisten Applaus erhielt wieder die Mundart-Erzählung, die diesmal von einem Aal handelte, der zu Häckerle wurde. Natürlich gehörten auch das Singen der Weihnachtslieder zum traditionellen Programm. Ebenso Glühwein und selbstgebackene Plätzchen.

Christian Kretschmer beim Ausschneiden einer neuen Papierkrippe
 

Adventsstunde am 18. Dez. 2015

Am 18. Dez. 2015 wurde im Pilgerhäusl die Krippenausstellung "Betlehem mitten in Böhmen" eröffnet. Sie zeigt 25 Papierkrippen, die das Weihnachtsgeschehen in das Umfeld verschiedener Regionen Böhmens setzen. Diese schöne Tradition gründete letztlich im Einfallsreichtum der armen Landbevölkerung, die sich früher die teuren geschnitzten Krippen nicht leisten konnte. Die Figuren bilden deshalb auch meistens einfache Menschen in ihren typischen Berufen ab. Allen gemein ist, dass sie etwas zum Jesuskind bringen, was ihnen kostbar ist: ein Brot, Äpfel, Eier – ja manchmal sogar nur ihre leeren Hände. Der Verein hat die unzähligen Figuren selbst ausgeschnitten und liebevoll hergerichtet. Herzstück der Ausstellung bilden acht Faltkrippen des tschechischen Buchkünstlers Vojtěch Kubašta. Im Anschluss an die Eröffnung wurden bei Geschichten und Liedern zur Adventszeit eine neue Papierkrippe ausgeschnitten.

Sieben der acht Teilnehmer des Besinnungstags
 

Besinnungstag am 21. Nov. 2015

Der diesjährige Besinnungstag beschäftigte sich mit dem Thema "Zeit". Um den großen Tisch in der Blockstube versammelten sich acht Teilnehmer, die ihren eigenen Umgang mit der Zeit kritisch unter die Lupe nahmen. Zahlreiche Impulse aus Musik, Film und Literatur halfen dabei. Ebenso der Blick auf Jesus, dessen Heilsgeschichten bemerkenswert oft im Alltag der Menschen platziert sind. Eine praktische Aufmerksamkeitsübung schloss den Besinnungstag ab.

Um diesen Rumtopf versammelten sich die Vereinsmitglieder zum Saisonabschluss.
 

Saisonabschluss am 23. Okt. 2015

Für Pilger und andere Gäste da zu sein, empfindet der Pilgerhäuslverein als seine vordringlichste Aufgabe. Doch es scheint eine gute Tradition zu werden, dass er – über die vereinsrechtlichen Notwendigkeiten hinaus – an einem Abend im Jahr sich selbst etwas gönnt. So wurde am 23. Oktober zum zweiten Mal der Saisonabschluss gefeiert. Die Bilanz, die am Rande gezogen wurde, fiel wiederum äußerst positiv aus. Die 12 Veranstaltungen fanden in der Regel guten Anklang; es wurden 659 Gäste gezählt. Darüberhinaus fanden zahlreiche Führungen durch das Haus statt. Und auch die Zahl der Übernachtungen stieg leicht. Im Gästebuch lässt sich nachlesen, wie wohl sich die Gäste im Pilgerhäusl fühlten. Auch einige Bauarbeiten konnten zu Ende gebracht werden, so z. B. die Außenanlagen und die Nasszellen in den Pilgerzimmern. Der Vereinsvorsitzende dankte vor allem den Mitgliedern, die mit besonderem Engagement die Aufgaben des Vereins in der zu Ende gegangenen Pilgersaison erledigt hatten. Rita Espig hatte oftmals bei den Vortrags- und Leseabenden die Verpflegung der Gäste übernommen; an diesem Abend verwöhnte sie die anderen Vereinsmitglieder mit ihrer vortrefflichen Soljanka und einem „geisterfüllten“, schmackhaften Rumtopf. Ein Wunsch bleibt für die kommenden Jahre: Dass die geistlichen Angebote des Vereins mehr Beachtung finden.

Prof. Christian Schurig (links) bei seinem Vortrag in der Blockstube des Pilgerhäusls
 

Prof. Schurig begeistert mit Vortrag über Zierendes am Umgebindehaus am 16. Okt. 2015

Der 16. Oktober stand ganz im Zeichen der Schönheit der Umgebindehäuser und ihrer Verzierungen. Zunächst wurde im Pilgerhäusl eine neue Ausstellung eröffnet, die einen Eindruck von der Bandreite der Zierelemente am Umgebindehaus vermittelt. Die 34 Fotografien stammen von Prof. Christian Schurig aus Zittau und Jeannette Gosteli aus Oybin und bildeten einen Vorgeschmack auf den anschließenden Vortrag. Anhand vieler Bilder machte Christian Schurig deutlich, dass Verzierungen immer dort beginnen, wo die reine Funktionalität der Bauteile überschritten wird. Immer wieder fiel bei den gezeigten Bildern der Kommentar: nicht notwendig, aber schön. Die Begeisterung des Professors sprang schnell auf die 20 Gäste über. Alle waren sich einig: Umgebindehäuser haben etwas Faszinierendes und die Verzierungen tragen ganz wesentlich dazu bei.
 

Der Vereinsvorsitzende Michael Dittrich (links) assistierte Prinz Georg zur Lippe beim Pflanzen der Weinstöcke.
 

Prinz Georg zur Lippe pflanzte Weinstöcke am Tag des offenen Denkmals am 13. Sept. 2015

Zum "Tag des offenen Denkmals" empfing das Pilgerhäusl rund 200 Gäste, die sich für das sanierte Umgebindehaus interessierten. Den Höhepunkt bildete der Besuch von Prinz Georg zur Lippe. Der weithin bekannte Besitzer des Weingutes "Schloss Proschwitz" bei Meißen kam extra nach Hirschfelde, um am Pilgerhäusl zwei junge Weinstöcke zu pflanzen. Er wollte damit vor allem das ehrenamtliche Wirken des Vereins würdigen, der sich die christliche Gastfreundschaft auf die Fahne geschrieben hat und gern die Türen des Pilgerhäusls öffnet. Leider war der alte Weinstock bei den Bauarbeiten eingegangen. Nun wachsen zwei neue Exemplare an der sonnenexponierten Hausseite - ein roter und ein weißer.

 

Pilgergruppe, die hier in Christophsgrund (Kryštofovo Údolí) eine Station zum Beten und Singen einlegte
 

Pilgern auf dem Zittauer Jakobsweg am 5. Sept. 2015

Am 5. September 2015 wurde wieder gemeinsam ein Stück des Zittauer Jakobswegs unter die Füße genommen. Von Zittau brachte der Zug die 25 Teilnehmer bis Kratzau (Chrastava), von wo aus es bis nach bis nach Kriesdorf (Křižany) ging. Auf dieser 11 km langen Strecke lag der malerische Ort Christophsgrund (Kryštofovo Údolí), der oft auch als Perle Nordböhmens bezeichnet wird. Er bot mit seinen vielen sakralen Denkmalen wunderschöne Ratsplätze zum Innehalten. Die Rückreise erfolgte zunächst ein Stück mit dem Zug bis Deutsch Gabel (Jablonné v Podještědí). Von dort brachte ein Reisebus die Pilger zurück nach Zittauer, die sich schon auf den nächsten Wegabschnitt im kommenden Jahr freuen.
 

Im Pfarrgarten wurde gegrillt, Lieder gesungen und Geschichten erzählt.
 

Ausstellungseröffnung und Geschichten am Lagerfeuer zum Tag der Oberlausitz am 21. Aug. 2015

Am Freitag, den 21. August 2015, wurde im Pilgerhäusl Hirschfelde eine neue Ausstellung eröffnet, die noch bis 11. Okt. zu sehen ist. Jeannette Gosteli aus Oybin hat mit 36 Fotografien die schönsten sakralen Kleinode der Böhmischen Schweiz festgehalten - darunter zahlreiche Wegkreuze, Kapellen und Felsenbilder. Passend zum Ausstellungsthema wurde auch der neue Kalender des Pilgerhäuslvereins vorgestellt, der sich 2016 wieder dem entdeckenswerten Umgebindeland mit seiner reizvollen Volksarchitektur und den zahlreichen sakralen Schätzen verschrieben hat. Im Anschluss waren die 21Gäste zum gemütlichen Beisammensein und Grillen am Lagerfeuer eingeladen. Pfarrer Michael Dittrich las unterhaltsame Geschichten vor und stimmte passende Lieder zum Mitsingen an.

 

Claudia Böhme mit ihren Bildern im Pilgerhäusl
 

Ausstellungseröffnung und Vortragsabend am 19. Juni 2015

Großes Interesse fand der traditionelle „Fraajtschobd ein Pilgerhäusl“ am 19. Juni 2015. Es kamen 45 Gäste aus nah und fern, um bei der Eröffnung der neuen Ausstellung dabei zu sein. Die Bleistift- und Kohleportraits sowie verschiedene Fotografien stammen von Claudia Böhme aus Wilthen. Bei ihren Motiven ließ sich die 30-jährige Gemeindereferentin vom biblischen Leitsatz: „Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“ (Mt 6,21) inspirieren. Nach dem gemeinsamen Abendbrot nahm Tilo Böhmer aus Ostritz die Gäste mit auf eine virtuelle Wanderung durch den Zittauer Zipfel und stellte beliebte Ausflugsziele unserer Vorfahren östlich der Neiße vor.
 

Gut besuchte Hausführung von Christian Kretschmer (an der Haustür stehend)
 

Sonderöffnung der Ausstellung „Streifzüge durch die Oberlausitz und Nordböhmen“ am 31. Mai 2015

Am 31. Mai öffnete das Pilgerhäusl von 10 bis 17 Uhr, um die Ausstellung „Streifzüge durch die Oberlausitz und Nordböhmen“ von Brigitte Herbig aus Zittau zu zeigen. Mit 16 Motiven führte die Hobbymalerin zu schönen Plätzen diesseits und jenseits der Grenze. Die Bilder zeigten vor allem idyllische Landschaften und interessante Stadtansichten, die in ihrer schlichten Ausführung eine große Ruhe ausstrahlen. Während der Sonderöffnung konnte außerdem das Pilgerhäusl besichtigt werden. Die meisten der insgesamt 127 Gäste nutzten die Hausführungen, bei der die umfassenden Bauarbeiten und die jetzige Nutzung vorgestellt wurden. Großen Anklang fand auch die Vorführung historischer Drehorgeln durch Steffen Neumann.


Pfarrer Michael Dittrich beim Vorlesen
 

Geschichtenabend am 15. Mai 2015

Zum Geschichtenabend am 15. Mai kamen zwanzig Gäste, darunter auch zwei junge Pilger, die auf dem Weg nach Prag waren und an diesem Abend Quartier im Pilgerhäusl fanden. Nach dem gemeinsamen Abendbrot las Pfarrer Michael Dittrich aus Löbau heitere Geschichten vor. Dazwischen wurden fröhliche Lieder aus dem Poverello gesungen - begleitet auf dem Akkordeon von Steffen Neumann. Dabei feierte auch das Pilgerhäusl-Lied Premiere, das Monsignore Pilz aus Leutersdorf eigens für die Pilgerherberge gedichtet hat. Eingerahmt wurde der Geschichtenabend durch zwei Gebetszeiten. Vor der Veranstaltung wurde in der benachbarten Kirche eine Maiandacht gefeiert. Abschluss fand der abend mit dem Nachtgebet.

Referent Dr. Volker Dudeck (stehend) in der gut gefüllten Blockstube
 

Vortrag über den Johanniterorden am 17. Apr. 2015

Am 17. April folgten 30 Gäste der Einladung zur Eröffnung einer neuen Ausstellung im Pilgerhäusl. Brigitte Herbig aus Zittau stellt bis Mitte Juni 16 Bilder aus, die sie „Streifzüge durch die Oberlausitz und Nordböhmen“ nannte. Nach dem gemeinsamen Abendbrot in der Blockstube hielt Dr. Volker Dudeck aus Zittau einen Vortrag über „Sanitäter, Seelsorger und Glaubenskämpfer – der Ritterliche Orden Sankt Johannis vom Spital zu Jerusalem und seine Kommenden in den böhmischen Kronländern“. Der Historiker begeisterte mit seinem geschichtlichen Wissen und seiner lebendigen Art des Vortragens. Den Abschluss bildet wie immer das Abendgebet in der benachbarten Kirche.

Ausstellung im Obergeschoss
 

Sonderöffnung der Ausstellung „Bilder unserer Heimat“ von Alfons Müller am 6. April 2015

Viele ließen sich am Ostermontag nicht von den Schneeschauern abhalten, ins Pilgerhäusl zu kommen und sich die aktuelle Ausstellung von Alfons Müller anzusehen. Der Pilgerhäuslverein hatte eigens dazu das Haus geöffnet. Von den 128 Gästen stammten die meisten aus Ostritz und Hirschfelde. Interesse fanden nicht nur die 23 detailgetreuen Heimatmotive des Ostritzer Hobbymalers, sondern auch eine böhmische Passionskrippe aus 30 Papierfiguren. Auch der gut geheizte Kachelofen lud zum Verweilen in der Blockstube ein, ebenso der selbstgebackene Kuchen und die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen. Der Gottesdienst in der benachbarten Kirche bildete einen schönen Schlusspunkt und brachte noch einmal auf andere Weise Freude und Dank für das Miteinander zum Ausdruck.
 

Die Referentin Karin Eckhart aus Wittgendorf
 

Vortrag "Weil Sterben auch Leben ist" am 20. Feb. 2015

Nach der Eröffnung der Ausstellung von Alfons Müller sprach Karin Eckhart über Erfahrungen des ambulanten Hospizdienstes, der schwerstkranke, sterbende Menschen und deren Angehörige im jeweiligen häuslichen Umfeld begleitet. Auch der Umgang mit dem Verlust eines lieben Menschen wurde angesprochen. Die Koordinatorin gab Anregungen, welche Hilfen Betroffene in Anspruch nehmen können. Und sie bestätigte, dass sich viele Menschen immer noch scheuen, über das Sterben zu sprechen. Davon zeugte auch, dass nur eine Handvoll an Gästen zum Vortrag kam. Die wenigen aber waren von der offenen und sympathischen Art der Referentin sehr angetan.

Alfons Müller vor dem Pilgerhäusl
 

Eröffnung der Ausstellung "Bilder der Heimat" am 20. Feb. 2015

Am 20. Februar 2015 wurde eine neue Ausstellung eröffnet. Sie zeigt „Bilder unserer Heimat“ von Alfons Müller aus Ostritz. Die 23 Motiven folgen dem Verlauf der Neiße von der Quelle im Isergebirge über St. Marienthal bis nach Ostritz, wo Alfons Müller zuhause ist. Insgesamt kamen 18 Gäste. Die Ausstellung ist bis zum 12. April zu sehen - Montag bis Donnerstag 8 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung mit Christian Kretschmer, Tel. 035843 25 732.
 

Pilgerhäusl
 

Geschichtenabend am 16. Jan. 2015

Zum ersten Geschichtenabend im neuen Jahr kamen wieder 14 Gäste ins Pilgerhäusl. Das gemütliche Beisammensein in der Blockstube begann mit dem gemeinsamem Abendbrot nach dem Prinzip „Jeder bringt etwas mit". Danach las Pfarrer Michael Dittrich heitere Geschichten von Otfried Preußler und Altbischof Reinhold Stecher. Zwischendurch wurden winterliche Lieder gesungen, die Steffen Neumann auf dem Akkordeon begleitete. Es bestand auch noch die Möglichkeit, die Ausstellung "Betlehem mitten in Böhmen" mit tschechischen Papierkrippen und weihnachtlichen Fotografien zu besichtigen.

Marie Engemann mit ihrer Mama an einer böhmischen Krippe
 

Kinder-Weihnachtsstunde am 30. Dez. 2014

Erstmals richtete der Pilgerhäuslverein eine Weihnachtsstunde speziell für Kinder aus. Die kleinen Gäste hörten Weihnachtsgeschichten, sangen Lieder und beteiligten sich rege an den weihnachtlichen Spielen. Die Kinder sollten auch einiges über die ausgestellten böhmischen Papierkrippen herausfinden, z. B. wie oft der hl. Josef ein Laternl in der Hand hält.

Die beiden Hauptakteure des Abends: Michael Schmacht und Steffen Neumann
 

Weihnachtsstunde am 28. Dez. 2014

Die Blockstube des Pilgerhäusl war zur Weihnachtsstunde am 28. Dez. 2014 wieder bis auf den letzten Platz besetzt. Michael Schmacht las Geschichten und Steffen Neumann begleitete das gemeinsame Singen der weihnachtlichen Lieder mit dem Akkordeon. Zu den Weihnachtsstunden gehört immer auch eine Krippe. Diesmal wurden eine große böhmische Papierkrippe aus Rožnov pod Radhoštěm aufgebaut, deren Hintergrund mit der typischen Volksarchitektur aus den Karpaten geschmückt ist. Die liebevoll gemalten Figuren stammen von Ludmila Vašková und wurden erst im Jahr 2011 geschaffen. Beachtung fand auch die Ausstellung „Betlehem mitten in Böhmen“ mit ihren sieben tschechische Papierkrippen und weihnachtliche Fotografien von Jeannette Gosteli.


Papierkrippe Rožnov pod Radhoštěm
 

Adventsstunde am 19. Dez. 2014

Am 19. Dezember lud der Pilgerhäuslverein zu einem Adventsabend ein, der 18.00 Uhr mit der Eröffnung der Ausstellung „Bethlehem mitten in Böhmen“ begann. Es wurden sieben tschechische Papierkrippen gezeigt, darunter auch ein seltenes Stück des bekannten Buchkünstlers Vojtěch Kubašta. Es folgte das gemeinsames Abendbrot nach dem Prinzip „Jeder bringt etwas mit“. Im Anschluss bestand die Mögichkeit, eine Papierkrippe selbst mit auszuschneiden sowie Geschichten und Liedern zu lauschen.

Klein, aber fein: die Teilnehmerrunde zum Besinnungswochenende
 

Geistliches Wochenende zu Benedikt von Nursia vom 21. - 23. Nov. 2014

Der Pilgerhäuslverein lud vom 21. bis 23. November zu einem geistlichen Wochenende in das gemütliche Umgebindehaus in Hirschfelde ein. Unter dem Titel "Schenk mir ein Herz, das über dich nachdenkt" wurde Leben und Werk des heiligen Benedikt von Nursia vorgestellt. Die sechsköpfige Teilnehmergruppe ging der Frage nach, welche Anregungen die Benediktsregel auch für unser heutiges Leben bereithält. Das Wochenende war geprägt von Vortragsimpulsen, Einzel- und Gruppenarbeit, praktischen Übungen sowie gemeinsamen Gebetszeiten. Alle schlossen auch den außergewöhnlichen Gast ins Herz: Schlappohr Paulinchen.

 

Gestaltung der Außenanlagen im Okt./Nov. 2014

Am 5. Nov. 2014 setzte Andreas Böhmer den vorerst letzten Pflasterstein und stellte so den schmalen Zuweg zum Pilgerhäusl fertig. Besonders stolz ist der Pilgerhäuslverein auf die Jakobsmuschel, die der Landschaftsbauer vor der Haustür mit Kleinpflaster nachbildete. Zugleich wurde das Gelände reguliert, damit das Regenwasser vom Haus weggeleitet wird. Im Frühjahr geht es weiter mit dem gepflasterten Weg an der Süd- und Westseite des Hauses.

Ein großer Dreibock gibt der Neupflanzung den nötigen Halt.
 

Pflanzung der beiden Hauslinden am 29. Okt. 2014

Ein schöner Hausbaum ist für jedes Umgebindehaus eine Zierde. Deswegen plante der Verein schon lange, auch das Pilgerhäusl mit zwei Hausbäumen zu schmücken. Am 29. Oktober 2014 war es endlich soweit. Nachdem das Gelände mit neuer Erde versehen war, wurden vor dem Eingang des Pilgerhäusls zwei schon ziemlich große Winterlinden gepflanzt. Das Geld dazu stammt von einer Spendensammlung anlässlich des 60. Geburtstages des Vereinsvorsitzenden. Zudem lieferte die Baumschule Wendler aus Weißenberg die beiden Prachtexemplare zu einen Freundschaftspreis. Nun wartet alles darauf, dass die Linden wachsen, blühen und ihren typischen Duft ausströmen.

Queimada: beliebtes Heißgetränk auf dem spanischen Jakobsweg
 

Zünftiger Saisonabschluss am 24. Okt. 2014

Der Pilgerhäuslverein hatte allen Grund zur Freude, als er am 24. Oktober auf die erste vergangene Saison zurückblickte. Besonders stolz sind die Vereinsmitglieder auf das ungebrochen gute Echo der Gäste, die das besondere Flair des sanierten Umgebindehauses loben. Übernachtungsgäste heben die gastfreundliche Aufnahme hervor. Insgesamt kamen über 1.000 Interessenten zu den 14 angebotenen Veranstaltungen. Zufrieden war der Verein auch mit dem Fortschritt der Bauarbeiten. Spender und Helfer halfen, die restlichen Räume mit Lehmputz zu versehen, die Sanitärzellen herzurichten und die Gestaltung der Außenanlagen zu beginnen. Den Saisonabschluss würdigte der Verein mit einem kleinen Fest und einer selbstgemachten Queimada .
 

Geschichtenabend am 17. Okt. 2014

Die gemütliche Blockstube bot wieder ein schönes Ambiente für den vierten Geschichtenabend im Pilgerhäusl. Zu Beginn stand das gemeinsame Essen, zu dem Viele etwas beitrugen. Im Anschluss las Michael Dittrich drei Geschichten vor, davon eine in Oberlausitzer Mundart. Eingerahmt wurden sie durch herbstliche Lieder, die Steffen Neumann auf dem Akkordeon begleitete. Den Abschluss des Abends bildete die Komplet, das Nachtgebet der Kirche in der benachbarten Kirche St. Konrad.

"Der Schrei" von Edvard Munch
 

Vortrag „Gesichter der Angst und Möglichkeiten der Angstbewältigung“ am 19. Sept. 2014

Am 19. Sept. 2014 lud der Pilgerhäuslverein wieder zu einem Vortragsabend in die gemütliche Blockstube des Pilgerhäusls ein. Dipl.-Psychologe Karl Vogt aus Zittau sprach vor 27 Zuhörern zu Funktion von Ängsten, verschiedenen Erscheinungsweisen und Angststörungen. Erörtert wurden auch Möglichkeiten und Strategien der Angstbewältigung. Schließlich rundeten praktischen Übungen zur Angstlösung den Vortrag ab.

Im Pilgerhäusl verwendete Lasuren, Öle und Farben
 

Tag des offenen Denkmals am 14. Sept. 2014

Der Tag des offenen Denkmals stand 2014 unter dem Thema "Farbe". Deswegen hat der Pilgerhäuslverein an diesem Tag seine Erfahrungen mit Farben bei der Umgestaltung des Pilgerhäusls weitergeben: von der mühsamen Entfernung von Altfarben über Holzschutzmaßnahmen mit Lasuren und Hartwachsölen bis zur Gestaltung mit durchgefärbten Lehmputzen und Standölfarben. Alle verwendeten Materialien und Werkzeuge konnten vor Ort besichtigt werden. Das Interesse an diesem Angebot war groß: Ununterbrochen strömten interessierte Besucher ins Pilgerhäusl.
 

Pilgergruppe am 6. Sept. 2014
 

Pilgern auf dem Zittauer Jakobsweg am 6. Sept. 2014

„Schritt für Schritt“: So lässt sich – neben vielen anderen Varianten - das Pilgern beschreiben. Das Pilgerhäusl steht am „Zittauer Jakobsweg“ und deswegen bietet der Pilgerhäuslverein jährlich die Möglichkeit an, diesen Pilgerweg vor der Haustür kennen zu lernen – auch „Schritt für Schritt“. Am 6. September brachte ein Bus 25 Teilnehmer von Zittau bis Wetzwalde (Václavice) – einen kleinen Ort bei Grottau (Hradek nad Nissou), in dem im Mittelalter mal eine Jakobskirche stand. Von dort wurde rund 9 km bis Kratzau (Chrastava) gepilgert. Das gemeinsame Unterwegssein war geprägt von geistlichen Impulsen, Gebeten, Liedern und Zeiten des Schweigens. Am Zielort gab es die Möglichkeit, die Laurentiuskirche und das Führichhaus zu besichtigen. Zurück ging es gemeinsam mit dem Trilex-Zug.
 

Michael Dittrich (links) und Steffen Neumann mit dem Kuchenradl vor dem Pilgerhäusl
 

Kuchenradln zum Tag der Oberlausitz am 21. Aug. 2014

Das Pilgerhäusl Hirschfelde beteiligte sich am Tag der Oberlausitz mit einem bunten Programm. Zwischen 10 und 17 Uhr wurden Führungen durch das kürzlich sanierte Umgebindehaus angeboten. Im Gewölberaum konnte die aktuelle Fotoaustellung „Sakrale Kleinode im Lausitzer Gebirge“ besichtigt werden. Für Kinder gab es Spiele rund um das Thema "Pilgern", bei denen Preise zu gewinnen waren. Und wer wollte, konnte die alte Tradition des Kuchenradlns miterleben. Freunde des Pilgerhäusl hatten dazu leckeren Kuchen gebacken.

Gemütliche Runde am Lagerfeuer
 

Ausstellungseröffnung und Lagerfeuer am 15. Aug. 2014

Der Pilgerhäuslverein lud am Freitag, den 15. August, 18 Uhr zu einem gemütlichen Abend ins Pilgerhäusl Hirschfelde ein. Anlass war die Eröffnung der neuen Ausstellung "Sakrale Kleinode im Lausitzer Gebirge" von Jeannette Gosteli aus Oybin. Die Fotografien zeigen sehenswerte Kapellen, Bildstöcke, Wegkreuze und andere Glaubensdenkmale zwischen Steinschönau (Kamenický Šenov) und Deutsch Gabel (Jablonné v Podještědí). Anschließend wurde am Lagerfeuer gegrillt, gemeinsam gesungen und Geschichten gelesen.

Buch von Nick Vujicic
 

Vortrag über Nick Vujicic am 18. Juli 2014

Matthias Zieboll, Pastor der evangelisch-methodistischen Gemeinde Zittaus, stellte am 18. Juli Leben und Wirken von Nick Vujicic vor. Der Amerikaner kam ohne Arme und Beine auf die Welt und fand trotzdem zu einem sinnerfüllten Leben. Mit seinem Buch "Mein Leben ohne Limits" will er Menschen ermutigen, gelassener mit den eigene Begrenzungen umzugehen und das Beste aus dem Leben zu machen.

Relischüler der Grundschule Hirschfelde
 

Hirschfelder Grundschüler am 8. Juli 2014 zu Besuch im Pilgerhäusl

Im Rahmen ihres Religionsunterrichts besuchten fünf Grundschüler mit ihrem Lehrer das Pilgerhäusl und machten sich schlau, was es heißt, ein Pilger zu sein. Das Kostüm mit Pellerine, Hut und Wanderstab zeigte anschaulich, wie Pilger im Mittelalter unterwegs waren.

Bilderduo vor und nach der Sanierung des Pilgerhäusls
 

Abschluss des Förderprojekts am 30. Juni 2014

Nach vier Jahren endete am 30. Juni 2014 das EU-Projekt, das der Pilgerhäuslverein mit der Geschäftsstelle Umgebindeland und der Bezirksverwaltung Liberec umsetzte. Die konkrete Aufgabe des Vereins bestand darin, ein Umgebindehaus beispielhaft zu sanieren und dabei auch Einlick in das Baugeschehen zu gewähren. Auf das Ergebnis ist der Verein stolz, denn das ehemalige Pfarrhaus ist schöner denn je und vor allem mit der Funktion als Pilgerherberge auch einer neuen Nutzung zugeführt. Die größte Überraschung war das rege Mitwirken ehrenamtlicher Kräfte. Insgesamt wurden 9.799 freiwillige Stunden geleistet.
 

Acht der neun Teilnehmer des geistlichen Wochenendes
 

Geistliches Wochenende zum Thema "Freundschaften – irdisch und himmlisch" vom 20. bis 22. Juni 2014

Das erste diesjährige geistliche Wochenende beschäftigte sich mit dem Thema "Freundschaft". Zunächst inspirierte Veronika Kirchmaier die Teilnehmer dazu, über die eigenen Freundschaften nachzudenken. Viele gute Gedanken traten zutage, aber auch Sehnsüchte nach Vertiefung und Beständigkeit. Pfarrer Ansgar Schmidt begleitete den kreativen Umgang mit biblischen Texten und wählte dazu einen Text, in dem uns Jesus als Freund von Maria, Martha und Lazarus vorgestellt wird. Schließlich stellte Jeannette Gosteli Freundschaften aus der Geschichte der christlichen Spiritualität vor und gab so Impulse für die eigene Freundschaftspraxis.

 

Tag der offenen Tür am 25. Mai 2014 mit Ausstellung „Landschaften“

Vom 16. Mai bis zum 10. Aug. 2014 war im Pilgerhäusl die Ausstellung „Landschaften“ mit Aquarellen und Zeichnungen von Tatjana Wittmann und ihrer Tochter Lea zu besichtigen. Zur Vernissage kamen zahlreiche Gäste. Wenige Tage später zog der Tag der offenen Tür am 25. Mai rund 500 Besucher an, die sich neben der Ausstellung auch für den Baufortschritt im Pilgerhäusl interessierten.

Pilgergruppe
 

Pilgertag zum Zittauer Fastentuch am 3. Mai 2014

Am 3. Mai 2014 trafen sich Interessierte im Pilgerhäusl, um sich mit dem Ostergeschehen in der Bibel zu beschäftigen. Nach dem gemeinsamen Mittagessen pilgerten die Teilnehmer auf dem Zittauer Jakobsweg bis zur Heiligkreuzkirche, wo sie die entsprechenden Bilder auf dem Zittauer Fastentuch studierten.

Typischer Lichterrechen
 

Vortragsabend zur Karmette am 18. Apr. 2014

Michael Dittrich erklärte die schöne Tradition der Kirche, an den drei Kartagen die Karmetten zu singen. Nach der theoretischen Einführung konnten sich alle Gäste auch in der Praxis üben. In der benachbarten Kirche erklangen die berührenden Klageliedern des Propheten Jeremia. Dazu erloschen nacheinander die Kerzen auf dem Lichterrechen – Zeichen für das hereinbrechende Dunkel der Passionszeit.

Michael Dittrich bei der Eröffnung der Pilgerherberge
 

Feierliche Eröffnung der Pilgerherberge am 21. März 2014

Am 21. März war es endlich soweit: Das Pilgerhäusl konnte offiziell seiner künftigen Nutzung als Pilgerherberge übergeben werden. Nun stehen 11 Übernachtungsplätze bereit - für Pilger, für die Teilnehmer an den Veranstaltungen des Vereins, aber auch für jene, die einmal in einem gemütlichen Umgebindehaus schlafen wollen. Rund hundert Gäste teilten die Freude, dass das ehemalige katholische Pfarramt schöner denn je
geworden ist und vor allem dass wieder neues Leben eingezogen ist. Der erste Übernachtungsgast war Emil Mendyk - ein vertrauter polnischer Freund, der sich um die Jakobswege in Polen kümmert.

Am gleichen Abend wurde auch die dritte Ausstellung im Pilgerhäusl eröffnet. Im Gewölberaum und auf der oberen Diele schmückten Aquarelle mit Heimatmotiven des Olbersdorfer Malers Werner Schlieben das Haus. Im Anschluss fand der nächste „Fraajtschobd ein Pilgerhäusl“ statt – ein unterhaltsamer Abend mit Liedern und Geschichten, zum Teil in Oberlausitzer Mundart. Den Abschluss bildete das Nachtgebet - auch als Lob und Dank an Gott, dass er das Baugeschehen so wunderbar begleitete.

Der MDR filmte die Eröffnung und brachte einen kurzen Beitrag im Sachsenspiegel: Link zum Beitrag
 

Der Referent Jürgen Cielsak (stehend) inmitten der Zuhörer
 

„Fraajtschobd ein Pilgerhäusl“ - Vortrag am 21. Feb. 2014 über Ofen damals und heute

Ein Vortrag über die Geschichte der Öfen in der Oberlausitz lockte zwanzig Gäste in die gemütliche Blockstube des Pilgerhäusls. Mit vielen Fotos zeigte Jürgen Cieslak, wie sich Bauform und Gestaltung der Öfen im Laufe der Jahrhunderte verändert hat. Der erfahrene Ofenbauer warb vor allem für den Erhalt alter Öfen und zeigte an vielen Beispielen, dass sich auch heutzutage traditionelle Lehm- und Kachelöfen wunderbar in die Stuben der Umgebindehäuser einpassen. Die Gäste konnten sich davon gleich vor Ort überzeugen, denn auch in der Blockstube des Pilgerhäusls kam der alte Jugendstil-Ofen wieder zum Einsatz.

Michael Dittrich beim Erzählen der Geschichten
 

„Fraajtschobd ein Pilgerhäusl“ - erster Geschichtenabend am 17. Jan. 2014

Der erste Geschichtenabend zog 21 Gäste aus nah und fern an. Unter den Gästen war auch Sr. Emmanuela Köhler OCist, die gekommen war, ihre gut besuchte Ausstellung "Erde und Gold" wieder abzuholen. Nach dem gemeinsamen Essen und Plaudern las Michael Dittrich drei Geschichten vor, davon eine in Oberlausitzer Mundart. Eingerahmt wurden sie durch gemeinsames Singen von Winterliedern - unterstützt von vier Musikern. Am Ende des Beisammenseins stand die Komplet, das Nachtgebet der Kirche in der benachbarten Kirche St. Konrad. Nun soll dieser Freitagabend zur Tradition werden. Jeweils am dritten Freitag im Monat lädt der Pilgerhäuslverein in die schöne Blockstube ein.
 

Krippe, die Weihnachten 2012 im Pilgerhäusl stand
 

Weihnachtsstunden in der Blockstube am 28. Dez. 2013 und 2. Jan. 2014

Um den Jahreswechsel, also mitten in der Weihnachtszeit, wurde in der gemütlichen Blockstube des Pilgerhäusls das Weihnachtsereignis nachgestellt. Mittelpunkt war diesmal eine Papierkrippe aus Böhmen, die zur Adventsstunde am 13. Dezember gemeinsam angefertigt wurde. Außerdem gab es im Gewölberaum die Nachbildung einer Blockstube zu sehen, in der ebenfalls Krippenfiguren Platz fanden. Der Pilgerhäuslverein lud dazu ein, gemeinsam in der Blockstube Weihnachten zu feiern. Das Programm sah eine Stunde vor, in der gemeinsam gesungen und musiziert wird. Dazwischen werden heitere und nachdenkliche Texte zur Weihnacht gelesen.

Böhmische Papierkrippe nach einer Vorlage von Josef Führich
 

Adventsstunde am 13. Dez. 2013

Erstmals lud der Pilgerhäuslverein zu einer Adventsstunde ein. Der Abend begann 18 Uhr mit der Eröffnung einer neuen Ausstellung, bei der im Gewölberaum Umgebindehaus-Fotografien von Jeannette Gosteli zu sehen waren. Bereichert wurde die Ausstellung durch ein Modell des Inselhauses, das in Großschönau steht und als Umgebinde-Ferienhaus genutzt wird. Im Anschluss waren alle zu einer Adventsstunde eingeladen, bei der gemeinsam gegessen, gesungen und eine böhmische Papierkrippe gefertigt wurde. Die Vorlage stammt von Josef Führich, einem bekannten Maler, der in Chrastava geboren wurde. Insgesamt waren 85 Figuren auszuschneiden - darunter natürlich die eigentliche Krippe mit dem Jesuskind, die Hirten und Weisen aus dem Morgenland. Die fertige Papierkrippe konnte zu den Weihnachtsstunden am 28.12.13 und 2.1.14 besichtigt werden. Seinen Abschluss fand der Freitagabend 20.30 Uhr mit der Komplet, dem traditionellen Nachtgebet.
 

Sr. Emmanuela Köhler O.Cist. vor ihrer Staffelei
 

„Erde und Gold“ – erste Ausstellung im Pilgerhäusl vom 24. Okt. bis 8. Dez. 2013

Die erste Ausstellung im erneuerten Gewölberaum des Pilgerhäusls Hirschfelde trug den Titel „Erde und Gold“. Vom 24. Oktober bis zum 8. Dezember 2013 stellte sie Arbeiten von Schwester Emmanuela Köhler O. Cist. aus der Zisterzienserinnen-Abtei Oberschönenfeld in Bayern vor. Gezeigt wurden 20 Bilder, die von der Künstlerin zu christlichen Themen mit Erde, Leinöl und Goldpigmenten auf Leinwand gestaltet worden sind. Schwester Emmanuela Köhler verbindet mit ihrer speziellen Maltechnik Leben und Glauben. Sie erläuterte ihre Materialwahl: „Erde mit all ihren Farbnuancen steht für die Welt, für das menschliche Leben. Gold in Form von Pigmenten oder Blattgold verkörpert das Göttliche, Christus, den Himmel, Gott, der immer wieder in unser Leben hineinwirkt“. Darüber hinaus hat sie im Pilgerhäusl Beispiele für Holzskulpturen gezeigt, die sie aus Altholz gestaltet hat. Die Werke von Sr. Sr. Emmanuela Köhler O. Cist. können käuflich erworben werden (Tel. 08238 9625-0, sr.emmanuela@abtei-oberschoenenfeld.de). Nach der feierliche Eröffnung hielt Pfarrer Ansgar Schmidt von der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Zittau den Vortrag „Der Weg ist das Ziel, das Ziel ist der Weg. Was wir von Leuten des Weges lernen können."
 

Pilgergruppe am Sonnabend
 

Rund 1.000 Besucher beim Projektabschlussfest vom 24. bis 27. Okt. 2013

Das Interesse am Pilgerhäusl war überwältigend - geschätzte 1.000 Gäste kamen, um gemeinsam den Projekabschluss zu feiern und dabei das fast fertige Pilgerhäusl zu inspizieren. Das Festwochenende begann mit der Eröffnung der Ausstellung "Erde und Gold", die Arbeiten von Schwester Emmanuela Köhler O. Cist. aus der Zisterzienserinnen-Abtei Oberschönenfeld in Bayern zeigt. Im Anschluss hielt Pfarrer Ansgar Schmidt von der Ev.-Luth. Kirchgemeinde Zittau den Vortrag „Der Weg ist das Ziel, das Ziel ist der Weg. Was wir von Leuten des Weges lernen können." Der Sonnabend stand ganz unter der Überschrift des Dankes. Dazu waren alle Helfer und die weiteren Projektmitwirkenden auf deutscher und tschechischer Seite eingeladen. Nach einer Wanderung auf dem Zittauer Jakobsweg von St. Marienthal nach Hirschfelde und einer Zusammenkunft in der Gaststätte „Alte Wäscherei“ Rosenthal fanden ein Ökumenischer Gottesdienst, Führungen durch das Pilgerhäusl und ein geselliges Beisammensein im Zelt statt. Am Sonntag lockte das Pilgerhäusl mit dem „Tag der offenen Tür“ viele Gäste aus nah und fern an, die viel Lob und Anerkennung zum Baufortschritt und der gemütlichen Atmosphäre äußerten.
 

Pater Hagenkord SJ (li) mit Michael Dittrich
 

Pilgerhäusl auf Radio Vatikan

Pater Hagenkord SJ aus Rom besuchte am 17. Juni 2013 Hirschfelde, um über das Pilgerhäusl einen Beitrag auf Radio Vatikan zu bringen. Er interviewte dazu Michael Dittrich, der über die neu entstehende Pilgerherberge sprach und Jeannette Gosteli, die die Besonderheiten der Umgebindebauweise erklärte. Der Beitrag über das Pilgerhäusl bildet den Auftakt zu einer Serie, die Radio Vatikan unter dem Titel "Unterwegs" über eine Reise zwischen Zittau und dem Eichsfeld sendet.

Der reichlich vierminütige Beitrag kann als mp3-Datei heruntergeladen werden.
 

 

Anerkennung für Bildband

Großen Anklang findet der Bildband „Die Schönsten im Umgebindeland“, der im August 2013 im Verlag Graphische Werkstätten Zittau erschienen ist (ISBN 978-3-929744-80-4). Leser äußerten sich gegenüber der Geschäftsstelle Umgebindeland anerkennend über diese Publikation zu ausgewählten Gebäuden der Umgebindebauweise. Der querformatige Bildband in Deutsch und Tschechisch umfasst 348 Farbfotos. Auch das Pilgerhäusl Hirschfelde wird in Wort und Bildvorgestellt.
 

 

Pilgerhäusl auf mdr FIGARO

Heike Schwarzer besuchte für mdr FIGARO das Pilgerhäusl und stellte es in einem Radiobeitrag am 24. Mai 2013 im Vorfeld des Tags des offenen Umgebindehauses vor.
 

Haussegnung durch Pater Georg aus dem Kapuzinerkloster Altötting
 

Kirchliche Segnungsfeier am 21. April 2013

Eine kirchliche Zeremonie unterbrach am 21. April 2013 das Baugeschehen am Pilgerhäusl Hirschfelde: Die künftige Pilgerherberge wurde feierlich gesegnet und damit nach christlicher Tradition unter den besonderen Schutz Gottes gestellt. Rund 120 Gäste kamen, darunter Kirchenvertreter aus Sachsen, Mitglieder von Jakobsweg-Vereinen und Partner der Haussanierung. Die Haussegnung erfolgte am Gedenktag des hl. Konrad von Parzham durch Pater Georg Greimel aus dem Kapuzinerkloster Altötting, wo der heilige Konrad 45 Jahre lang als Mönch gewirkt hatte. Mit der Segnung wird die Pilgerherberge zugleich dem Patronat des Heiligen unterstellt. Bruder Konrad symbolisiert die besondere Gastfreundschaft, die sich künftig mit dem Pilgerhäusl verbinden soll.
 

Großer Andrang zur Weihnachtsstunde am 28.12.12
 

Weihnachtliche Stimmung in der Blockstube

Zum dritten und vierten Mal lud der Pilgerhäuslverein ein, gemeinsam am 28. Dezember 2012 und 2. Januar 2013 in der Blockstube Weihnachten zu feiern. Dazu wurden 40 cm große Holzfiguren aus dem Grödnertal um eine Krippe herum aufgebaut: Maria, Josef und Jesus, die drei Könige und ein Hirte mit Schafen. Und natürlich auch der Engel, der den Hirten die schöne Nachricht verkündet, das Jesus geboren ist. Wieder gab es Geschichten und Lieder zur Weihnacht zu hören - vom Wunder der Heiligen Nacht und der Freude, die es in den Herzen der Menschen bewirkt. Viel Bewunderung fand auch der Kachelofen, der wieder aufgebaut und das erste Mal so richtig angefeuert wurde.

mehr Fotos zur Weihnachtsstunde am 28.12.12 und 2.01.13

Darstellung des Franziskus in La Verna
 

Berührt von franziskanischen Liedern und Texten

Zum Gedenktag des hl. Franz von Assisi am 4. Oktober lud das Pilgerhäusl zu einem Liederabend ein. Er stand unter dem Motto "Herr in deinem Arm bin ich sicher", dem Beginn eines schönen Gebets, das dem Heiligen aus Assisi zugeschrieben wird und Ausdruck seines großen Gottvertrauens ist. Sven Walpert sang wunderschöne Lieder über Franziskus. Sie wechselten sich mit Gedichten und Gebeten von oder über Franziskus ab. Elf Gäste fanden den Weg nach Hirschfelde und zeigten sich am Ende sehr berührt von dem schönen Abend.

Drei Pilger in mittelalterlicher Tracht vor dem Pilgerhäusl
 

Erstes Pilgerweg-Fest in Hirschfelde am 7./8. Sept. 2012

Am Zittauer Jakobsweg von Görlitz nach Prag wurde am 7. und 8. September 2012 in Zittau-Hirschfelde das erste Pilgerweg-Fest gefeiert. Rund um die Komturgasse luden neun Stationen zu menschlichen Begegnungen, künstlerischen Darbietungen, Kinderveranstaltungen und christlichen Andachten ein. Einbezogen wurden vor allem die beiden Kirchen und Pfarrhäuser der ev.-luth. und der kath. Gemeinde. Zum Straßenfest kamen rund 300 Gäste und Pilger aus Nah und Fern und sorgten für ein fröhliche Stimmung.

mehr Fotos zum Pilgerweg-Fest

Zimmermeister Peter Müller aus Jonsdorf (rechts im Bild) war immer wieder gefragt. Mit viel Fachverstand ging er auf die Fragen der Besucher ein.
 

Viele Baufragen beim Tag des offenen Umgebindehauses am 27. Mai 2012

Zum dritten Mal hat das Pilgerhäusl seine Türen zum Tag des offenen Umgebindehauses aufgeschlossen. Knapp 200 Wissbegierige besuchten die Baustelle am 27. Mai 2012 und brachten viele Fragen mit. Solche Veranstaltungen machen Mut. Erstens weil viel Zuspruch von den Gästen für das anstrengende Bauvorhaben kommt. Und zweitens weil Gemeinschaft spürbar wird. Denn es werden immer mehr, die ein altes Umgebindehaus behutsam und liebevoll sanieren.

mehr Fotos zum Tag des offenen Umgebindehauses 2012

Rita, Barry und Robin (v.l.n.r.)
 

Zweiter Arbeitseinsatz der kath. Jugend aus Löbau

Zum zweiten Mal rückten Jugendliche aus Löbau an, um im Pilgerhäusl mitzuhelfen. Diesmal war vor allem der Tag des offenen Umgebindehauses vorzubereiten. Es hieß: aufräumen und einräumen. Weil noch Zeit blieb, wurden auch gleich noch ein paar Pflastersteine bewegt, die schon ausgebaut waren und später wieder verlegt werden sollen. Zur Belohnung ging es dann auf den Turm der evangelischen Kirche mit einem beeindruckenden Blick auf das Pilgerhäusl von oben.

Glanzstück der Ausstellung war ein Replikat der Passionskrippe von Johann Florian Schäfer, der sie im 19. Jh. auf Papier malte
 

Osterbräuche in der Oberlausitz, in Nordböhmen und Niederschlesien

Erstmals lud der Pilgerhäuslverein am Ostermontag ein, die hiesigen Osterbräuche kennen zu lernen. Vielfalt spielte eine große Rolle, denn es wurden verschiedene Aspekte beleuchtet: fast vergessenes Brauchtum genauso wie noch lebendige Formen, regionale Unterschiede, religiöse Hintergründe und auch heidnische Deutungen. Rund 350 Besucher kamen, um sich die kleine Ausstellung anzuschauen. Auch der Vortragsraum war immer mit interessierten Zuhörern gefüllt.

mehr Fotos zur Oster-Veranstaltung im April 2012

V.l.n.r.: Barbara Kontek, Beate Riemesch, Michael Dittrich, Jeannette Gosteli, Brigitte Köcher, Sigrid Schlaf, Erika Reichmann, Caroline Birrer
 

Klein aber fein - das erste Treffen im Pilgerhäusl zu geistlichen Themen

Das Pilgerhäusl will künftig auch Menschen, die sich nach einem geistlichen Leben sehnen, ein Ort der Einkehr und der Gemeinschaft sein. Den Auftakt dazu bot ein Wochenende auf den Spuren des hl. Franziskus. Wie kein Zweiter hat sich der Heilige aus Assisi am Leben Jesu orientiert, um die wahre Freude im Leben zu finden. Mit Bildern, Texten und Liedern von und über Franziskus hat sich eine kleine Gruppe auf den inneren Weg gemacht, der eigenen Sehnsucht nach wahrer Freude nachzugehen. Durch ihre Offenheit beschenkten sich die Teilnehmer gegenseitig mit ihrem Zuhören, Fragen und Erzählen.

mehr Fotos zum Franziskus-Wochenende im Januar 2012

Zu den beiden Weihnachtsstunden kamen insgesamt 70 Gäste.
 

Die ersten beiden Weihnachtsstunden im Pilgerhäusl am 29./30. Dez. 2011

Weil das Dittelsdorfer Museum mit Feuchteschäden zu kämpfen hat, sprang das Pilgerhäusl ein und richtete für die beiden Weihnachtsstunden am 29. und 30. Dezember 2011 die Blockstube her. Ehrenamtliche Helfer hatten sie in den letzten Wochen und Monaten von alten Farbschichten befreit. Nun ließ sich erahnen, wir gemütlich es einmal in der Holzstube werden wird. Eine Stunde lang wurde gemeinsam gesungen und musiziert. Dazwischen gab es heitere und nachdenkliche Texte zur Weihnacht zu hören. Zu den Weihnachtsstunden gehört immer auch eine Krippe. Diesmal wurden fünfzehn hübsche Holzfiguren um eine Krippe herum aufgebaut. Die liebevoll geschnitzten Holzfiguren stammen aus dem Grödnertal. Sie sind knapp 40 cm hoch und wurden das erste Mal öffentlich gezeigt.

mehr Fotos zur Weihnachtsstunde am 30. Dez. 2011

Die neu hergerichtete Blockstube ist mit Leben gefüllt. 27 Gäste kamen am 28. Dez. 2011 zum Helferfest ins Pilgerhäusl.
 

Erstes Helferfest im Pilgerhäusl am 28. Dez. 2011

"Ehrungen, das ist, wenn die Gerechtigkeit ihren guten Tag hat." Mit diesem Zitat von Konrad Adenauer lenkte der Vorsitzende des Pilgerhäuslvereins Michael Dittrich den Blick auf den Grund des Zusammentreffens am 28. Dezember 2011. Denn die 27 Gäste, die sich aus nah und fern auf den Weg ins Pilgerhäusl gemacht haben, eint eine Gemeinsamkeit: Sie alle haben im vergangenen Jahr etwas für das Pilgerhäusl getan - ehren-halber: im Bautrupp, bei der Betreuung zum Tag des offenen Umgebindehauses oder durch die Gabe einer Spende. Ehren heißt Dank ausdrücken. Und wie könnte man das besser als durch gemeinsames Essen, Singen und Geschichtenerzählen.

mehr Fotos zum Helferfest am 28. Dez. 2011

Rita, Tina, Alexandra, Lydia, Theresa, Hanna, Rosanna, Lorenz
 

Baustelleneinsatz der kath. Jugend Löbau am 19.10.2011

Eine außergewöhnliche Hilfe erhielt das Pilgerhäusl am 19. Oktober 2011. Acht Jugendliche der kath. Pfarrei Löbau reisten an, um bei der Sanierung des alten Umgebindehauses mitzuhelfen. Schnell tragen sie eigene Vorstellungen zusammen, wie das Pilgerhäusl einmal aussehen sollte. "Geborgenheit müsste es ausstrahlen", meint die 15-jährige Alexandra. Die anderen pflichten ihr bei: Die Pilger sollen sich wohlfühlen und gute Erinnerungen mitnehmen.

mehr Fotos zum Baustelleneinsatz am 19. Okt. 2011

Baustellenführung am 23. Juli 2011 mit Architekt Knut Wolf (links)
 

21 Besucher zur Baustellenführung im Pilgerhäusl am 23. Juli 2011

Zur ersten öffentlichen Baustellenführung im Pilgerhäusl kamen 21 Besucher. Der beauftragte Architekt Knut Wolf erläuterte die aktuellen Dachreparaturen unter Wiederverwendung der alten handgestrichenen Biberschwanzziegel, ebenso den schonenden Umgang beim Beseitigen alter Putze, Fußböden und Verschalungen und Möglichkeiten der Wärmedämmung im Fußbodenbereich. In den zweieinhalb Stunden war auch genügend Zeit, mit dem Fachexperten über Fragen und Probleme bei der eigenen Umgebindehaussanierung ins Gespräch zu kommen.

Die beiden Powerfrauen vom Holzhof Zittau. Sie führten zum Tag des offenen Umgebindehauses vor, wie man richtig mit Lehm umgeht.
 

Gefragte Führungen zum Umgebindehaus-Tag

Als begehrte „Lebendige Baustelle“ hat sich das Pilgerhäusl zum Tag des offenen Umgebindehauses am 29. Mai 2011 erwiesen. Rund 200 Besucher nutzten das Angebot zu Besichtigungen und Wissensvermittlung. Fortwährend fanden Führungen für baukundige Schaulustige und weitere Interessenten statt, unter ihnen viele Hirschfelder Einwohner. Der verantwortliche Architekt Knut Wolf erläuterte auf den Rundgängen die Arbeitsschritte Bestandsaufnahme und Schadensermittlung sowie die aktuellen und geplanten Erneuerungsmaßnahmen. Zugleich war das Pilgerhäusl eine Vortragsstätte: Fachleute des Denkmalschutzes, aus Wissenschaft und Praxis befassen sich mit dem energetischen Sanieren von Umgebindehäusern. Die Geschäftsstelle Umgebindeland beim Landkreis Görlitz hatte zudem das Pilgerhäusl als zentrale Infostelle des Umgebindehaus-Tages eingerichtet, an dem insgesamt 170 Aktionen an 51 Orten in drei Ländern stattfanden.
 

Die Zittauer Dachdeckerei Lehnert auf dem Dach des Pilgerhäusls.
 

Mai 2011

Dachdecker starten fachliche Sanierung

Mit Reparaturen am Biberschwanzdach aus dem 19. Jahrhundert begann Anfang Mai 2011 die handwerkliche Sanierung des Pilgerhäusls. Den Reigen der Fachfirmen, die bis 2013 am Haus arbeiten werden, eröffnete die Zittauer Dachdeckerei Lehnert. Bis Juni 2011 deckt sie die schadhafte Westseite des Daches mit 8.000 wiederaufbereiteten handgestrichenen Biberschwanzziegeln neu ein. Die altbauerfahrenen Handwerker bargen zunächst von 160 Quadratmetern Dachfläche die Biberschwänze. Danach wurden die historischen Ziegel sorgsam für die neue Deckung vorbereitet. Das Team um Meister Axel Lehnert setzt außerdem das Dachtragwerk instand, erneuert Dachlatten und führt Klempnerarbeiten aus.

Christian Kretschmer, Chef der Ehrenamtstruppe und gute Seele auf der Baustelle.
 

März 2011

Baustelle ohne Winterpause

Im Pilgerhäusel gab es keine Winterpause. „Trotz Kälte und Schnee haben wir die Zeit gut genutzt“, sagte Christian Kretschmer Ende März 2011. Der Rentner arbeitete selbst regelmäßig mit und leitete weitere Helfer an. Das waren Uwe Nichterwitz, der weiterhin kontinuierlich im Gebäude tätig ist, und eine „Ehrenamtstruppe“ Hirschfelder Bürger an Wochenenden. Die freiwilligen Akteure befreiten das Haus von Müll und alten Einrichtungsgegenständen. Ausgewählte Stücke lagerten sie ein. Christian Kretschmer und Uwe Nichterwitz entfernten vorsichtig rund 14 Kubikmeter schadhaften Wand- und Deckenputz, brannten den mehrschichtigen Farbanstrich an der Blockstubendecke ab und demontierten defekte Fußböden und überflüssige Verkleidungen.

Das eineinhalb Meter lange Pilgerhäusl-Modell.
 

Februar 2011

Modell begann Wanderschaft

Eine Wanderausstellung mit dem Modell des künftigen Pilgerhäusls Hirschfelde wurde am 9. Februar 2011 in der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien in Zittau eröffnet. Die Nachbildung im Maßstab 1:10 war bis Anfang März am Hauptsitz in der Frauenstraße 21 zu sehen. Eine Gruppe handwerklich versierter Langzeitarbeitsloser hatte das Miniaturhaus im Auftrag der Geschäftsstelle Umgebindeland und in Regie der Ostsächsischen Dienstleistungs- und Service GmbH (ODS) Bautzen gefertigt. Ihre rund zehnmonatige Tätigkeit war vom Landkreis Bautzen gefördert worden. Bis 2013 soll das Modell an etwa zehn öffentlichen Orten im Umgebindeland gezeigt werden.

10.04. - 15.05. Bad Schandau, Nationalparkhaus
16.05. - 31.05. Seifhennersdorf, Bulnheim
01.06. - 01.07. Liberec, Bezirksamt
04.07. - 22.07. Hradek, Eurozentrum
Sept./Okt. Hochschule Zittau-Görlitz

Jürgen Cieslak (Mitte) beim Ortsrundgang mit den Teilnehmern des Seminars.
 

November 2010

Praxisseminar für Bauherren

Wie wird ein betagtes Umgebindehaus ein Zuhause mit Zukunft? Fachkundige Auskunft dazu gab ein Praxisseminar am 13. November 2010 in Hirschfelde. Im Praxisobjekt Pilgerhäusl vermittelte es Kenntnisse und Erfahrungen, wie kulturelles Erbe und moderne Wohnansprüche verbunden werden können. Zu der kostenlosen Weiterbildungsveranstaltung hatte der Sächsische Verein für Volksbauweise e. V. Eigentümer, Bauherren und Hausinteressenten eingeladen. Kurzvorträge von Experten der Bauweise und umbauerprobten Umgebindehausbesitzern beschäftigten sich z. B. mit denkmalpflegerischen Anforderungen, Sanierungskosten, Gebäudebeheizung und Hochwasserschutz.

 

Oktober 2010

Pilgerhäusl mit 24 Türchen

Ab Ende Oktober 2010 war das Pilgerhäusl als Adventskalender erhältlich. Hobbymaler Bernd Mittig aus Görlitz hatte das Titelmotiv in Öltechnik auf Leinwand gemalt. Es stellte das Gebäude in winterlicher Atmosphäre dar. Die Graphischen Werkstätten Zittau hatten den Kalender hergestellt, in ihr Verlagsprogramm aufgenommen und in den Buchhandel gebracht. Herausgeber war die Geschäftsstelle Umgebindeland. Die ersten Exemplare des Zeitverkürzers bis Weihnachten erhielten 300 Bürger als Dank für ihre ehrenamtliche Arbeit zur Erhaltung der Umgebindelandschaft.

 

Oktober 2010

Start der Bauarbeiten

Mit freiwilligen Arbeitsleistungen engagierter Hirschfelder Bürger begann am 2. Oktober 2010 die Sanierung des Pilgerhäusls. Den Start vollzogen Mitglieder der katholischen und evangelischen Kirchgemeinde. Die Helfer schaffen in den kommenden Monaten Baufreiheit im Gebäude und bereiten es für die Tätigkeit der Fachfirmen 2011 vor. Der „Ehrenamttrupp“ – so die selbst gewählte Bezeichnung – wird mit insgesamt 1.250 unentgeltlichen Arbeitsstunden den Umbau des historischen Umgebindehauses zur Pilgerherberge unterstützen.

Vereinsvorsitzender Michael Dittrich beim Verlegen des Grundsteins.
 

Juli 2010

Grundstein für Förderprojekt gelegt

Das Pilgerhäusl im Zittauer Ortsteil Hirschfelde wird ab 2013 gleichermaßen Herberge, Begegnungsstätte und Beispiel für denkmalgerechte und ökologische Sanierung von Umgebindehäusern sein. Für die Erneuerung des einstigen katholischen Pfarrhauses wurde am 1. Juli 2010 feierlich der Grundstein gelegt. Dieses grenznahe Praxisobjekt ist Kern eines Förderprojektes aus dem sächsisch-tschechischen Programm Ziel 3/Cíl 3. Grenzübergreifend soll es die Menschen für den Kulturwert der Umgebindehäuser sensibilisieren und ihnen Wissen zu deren Erhaltung vermitteln. Neben dem Pilgerhäusl als lebendige Baustelle sind z. B. ein Sanierungsratgeber, Praxisseminare und ein Bildband vorgesehen.

 

Mai 2010

Aufbaubank bewilligte EU-Fördermittel

Die Sächsische Aufbaubank (SAB) sagte die EU-Fördermittel für das gemeinsame Projekt des Landkreises Görlitz, der Bezirksverwaltung Liberec und des Vereins Pilgerhäusl e. V.
zu. Das Vorhaben trägt den Titel „Gemeinsam für den Erhalt der Umgebindehäuser – Sensibilisierung und Wissensvermittlung“. Sein Kernstück ist der Umbau des ehemaligen katholischen Pfarrhauses in Zittau-Hirschfelde zu einer Pilgerherberge, einer Begegnungsstätte und einem Anschauungsobjekt für fachgerechte Umgebindehaus-Sanierungen. Aus dem sächsisch-tschechischen Programm Ziel 3/Cíl 3 stehen für das gesamte Projekt 720.000 € zur Verfügung. Davon werden 300.000 € für die baukonstruktive und technische Sanierung des Bauwerks verwendet. 35.000 € sind für die Gestaltung einer Ausstellung im Pilgerhäusl vorgesehen. Zusätzlich bringen die Projektpartner einen Eigenanteil von 100.000 € für das Gesamtprojekt auf, davon Eigenleistungen im Wert von 10.000 € für die Gebäudesanierung.