Pilgerherberge und Begegnungsstätte am Zittauer Jakobsweg
Wer immer in guter Absicht diese Schwelle betritt, er sei uns willkommen.

PASSIONSAUSSTELLUNG


Unsere Idee
Vom 17. Feb. bis 6. Apr. 2024 werden im Pilgerhäusl Hirschfelde erstmals Fastenkrippen gezeigt. Anders als die Weihnachtskrippen zeigen sie nicht die Geburt Jesu, sondern – angelehnt an die biblische Überlieferung – dessen Tod und Auferstehung. Der Pilgerhäuslverein will mit der Passionsausstellung an die Jahrhunderte alte Tradition anknüpfen, sich mit Hilfe von ausdrucksstarken figürlichen Darstellungen in das Ostergeheimnis zu vertiefen. Dafür wurden u.a. mehrere Fastenkrippen angeschafft und mit selbst gefertigten Kulissen versehen.

Exponate
Im Zentrum der Passionsausstellung steht eine geschnitzte Fastenkrippe, die von einem schwäbischen Schnitzer angefertigt wurde. Sie besteht aus 30 Figuren, die nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch ihren anmutigen Charakter bestechen. Für die Ausstellung wurden die fünf Einzelszenen aus den letzten Tagen des Leben Jesu auf einer drehbaren Platte angeordnet. Der sogenannte Passionskreisel ist eine Erfindung des Pilgerhäuslvereins und dürfte einmalig in der Welt der Passionskrippen sein.
Auch für die Nachbildung der Fastenkrippe des Tiroler Malers Philipp Schuhmacher hat sich der Verein etwas Besonderes einfallen lassen. Die 37 Papierfiguren wurden auf einem Zahnriemen aufgeklebt, der mit einer Handkurbel angetrieben wird. Mit diesem „Paternoster“ lassen sich sechs Passionsszenen einzeln betrachten.

Am umfangreichsten ist die berühmte Fastenkrippe von Telfs. Das barocke Original wurde vor mehr als 200 Jahren von Georg Haller geschaffen und ist mit ihren 400 Einzelteilen noch heute in der Tiroler Pfarrkirche von Götzens zu sehen. Sie. Im Pilgerhäusl wird ein Nachdruck mit 83 verkleinerten Figuren ausgestellt.
Ein Beispiel aus dem Klassizismus hinterließ der berühmte Freskenmaler Josef Arnold d. Ä. aus Innsbruck. Seine Papierfastenkrippe umfasst 74 Figuren und ist ebenfalls als Nachdruck in Originalgröße erhältlich.
Auch aus Nordböhmen sind in der Passionsausstellung zwei Fastenkrippen vertreten. Die originale barocke Fastenkrippe von Johann Florian Schäfer lagert im Depot des Nordböhmischen Museums in Reichenberg/Liberec und durfte für die Passionsausstellung reproduziert werden.

Und schließlich zählt auch eine neuzeitliche Fastenkrippe zu den Ausstellungsexponaten. Der gelernten Schmied Jiří Knapovský hat sie im Jahr 2020 in seiner Heimatregion Wildenschwert/Ústí nad Orlicí verortet. Die 37 Figuren stellen dabei nur einen Ausschnitt aus dem Leidensweg Jesu dar: den Moment der Gefangennahme am Ölberg.

Ergänzt werden diese Fastenkrippen von weiteren Gegenständen, die Jesu Weg nach Golgotha nachbilden, z. B. ein geschnitzter Flügelaltar, Skulpturen, eine Buddelflasche, ein Guckkästchen sowie Bilder und Texte.

Passionsdarstellungen im Wandel der Zeit
Wie die Weihnachtskrippen sind auch Passionskrippen „Kinder des Barock“. Sie entstanden im katholischen Umfeld als Gegenbewegung zur Reformation, die viele Bilder aus den Kirchen verbannte. Die Passionskrippen gehen dabei nicht unmittelbar auf die Weihnachtskrippen zurück, denn das Geschehen zwischen Palmsonntag und Ostermorgen wurde schon viel früher figürlich nachgebildet. In der Romanik stellte man mit monumentalen Kreuzigungsgruppen vor allem den Triumph über den Tod in den Vordergrund. Erst in der Zeit der großen Pestepidemien, als in Europa Not und Leid herrschten, kamen skulpturale Darstellungen der Grablegung Jesu auf. Sie wurden vor Ostern meist in den Seitenkapellen der Kirchen aufgebaut. Später entstanden barocke Kulissenheiliggräber, die großen Bühnenbildern ähneln und verschiedene Szenen der letzten Tage Jesu veranschaulichen.

Was zunächst nur in den Kirchen auf riesigen Holztafeln und Leinwänden inszeniert wurde, hielt nach und nach auch im kleineren Maßstab im Hausgebrauch Einzug; zunächst in Tirol, später auch in anderen Gegenden. Mit den Passionskrippen holten sich die einfachen Leute handliche Figuren aus Holz und Papier in die Stuben, um auch zuhause dem Ostergeheimnis ganz nahe zu kommen. Dabei lassen sich Einflüsse der Entstehungszeit erkennen – vom Barock über den Klassizismus bis in die Neuzeit. Ähnlich wie bei den Weihnachtskrippen wurde der Passionszyklus ab dem 20. Jh. gern in die jeweilige Heimatregion der Künstler versetzt.

Besichtigungen
Besichtigungen der Passionsausstellung sind nur im Rahmen von Führungen möglich. Sie finden jeweils an den Sonnabenden immer 14 Uhr statt. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Austausch bei Kaffee und Kuchen. Gruppen ab sieben Personen können Termine auch gesondert vereinbaren. Anmeldung über Jeannette Gosteli, Tel. 0175 40 85 997, E-Mail: info@pilgerhaeusl.de.
 

Helfen Sie mit: durch Ihre Spende oder Patenschaft

Bis wir die geplante Passionsausstellung erstmals am Aschermittwoch 2024 präsentieren können, liegt noch viel Arbeit vor uns. Es müssen Papierkrippen ausgeschnitten, Landschaftskulissen angefertigt und weitere Exponate zusammengetragen werden. Während wir die praktischen Arbeiten allesamt ehrenamtlich als Verein leisten, brauchen wir bei der Anschaffung der Exponate finanzielle Unterstützung. Wir rechnen mit rund 5.000 Euro, die es zusammenzutragen gilt. Viel Geld! Doch wir betrachten diese Ausstellung als Investition in die Zukunft. Ist es für uns Christen nicht die wichtigste und zugleich schönste Aufgabe, uns jedes Jahr aufs Neue dem Ostergeheimnis anzunähern? Und wäre es nicht auch verlockend, mit Nachbildungen der Passionserzählung andere – vielleicht noch dem Glauben ferne – Menschen in Berührung zu bringen?

Um das nötige Geld für die Exponate einzuwerben, bitten wir um Spenden. Wer es persönlicher mag, kann auch gern eine Patenschaft übernehmen. Die konkreten Patenobjekte und die dazugehörigen finanziellen Beiträge sind unten aufgeführt. Die Spanne reicht von 10 bis 150 €.

Patenobjekte der geschnitzten Passionskrippe von Erich Burgetsmaier

Für 30 Figuren der geschnitzten Krippe können Patenschaften vergeben werden.

Einzug in Jerusalem

Jesus auf dem Esel – Patin: Jeannette Gosteli aus Oybin
Frau mit Kind – Patin: Rita Espig aus Olbersdorf
Dudelsackspieler - Patin: Monika Deckwart aus Ostritz
Mann mit Kalebasse - Pate: Matthias Junge aus Ostritz
Geißelung Jesu

Soldat m. Dornenkrone - Patin: Gudrun Matschkus aus Hamburg
Gegeißelter Jesus - Pate: Holger Jakobi aus Leipzig
Soldat mit Peitsche - Paten: Ursula und Konrad Dittrich aus Dresden
Kreuzweg

Simon von Cyrene - Pate: Pfr. Bernd Fischer aus Chemnitz
Jesus mit Kreuz - Patin: Siegrid Obrembalski aus Radolfzell am Bodensee
Veronika mit Schweißtuch – Patin: Elvira Thomas aus Görlitz
Junge am Wegesrand - Hedwig und Friedrich Neugebauer aus Freital
Kreuzigung Jesu

Schächer Dismas - Pate: Michael Dittrich aus Hirschfelde
Jesus am Kreuz - Patin: Siegrid Obrembalski aus Radolfzell
Schächer Kosmas - Pate: Michael Dittrich aus Hirschfelde
Johannes - Pate: Pfr. Bernd Fischer aus Chemnitz
Maria Magdalena - Patin: Josefine Schmacht aus Görlitz
Gottesmutter Maria (100 €)
Römischer Soldat - Paten: Ursula und Christian Kretschmer aus Hirschfelde
Grablegung Jesu

Nikodemus (50 €)
Joseph von Arithmea (50 €)
Leichnam Jesu (50 €)

Tiere der Passionskrippe

Hund (25 €)
Katze (25 €)
Maus (25 €)
Schlange (25 €)
Schafe (35 €)
Hase sitzend (25 €)
Hase stehend (25 €)
Taube (25 €)

Patenobjekte der Kunstharz-Krippe

Die Kunstharz-Figuren sind 9 cm hoch. Um sie größer anzuzeigen, kann man auf das kleine braune Fenster klicken. Für 12 Figurengruppen und 7 Einzelfiguren kann eine Patenschaft übernommen werden.

Einzug in Jerusalem

Jubelnder Mann
Jesus auf Esel (20 €)
Frau mit Kind (15 €)
Ehrfürchtiger Mann - Pate: Benno Saberniak aus Chemnitz
Letztes Abendmahl

Figurengruppe „Letztes Abendmahl" - Pate: Dr. Bernhard Dittrich aus Schmochtitz

Gebet im Garten Gethsemane

Schlafender Jünger (10 €)
Jesus im Gebet (10 €)
Engel (10 €)
2 schlafende Jünger (15 €)
Verurteilung, Geißelung und Dornenkrönung

Verurteilung (20 €)
Geißelung (20 €)
Dornenkrönung (30 €)
Kreuzweg

Kleiderraub (20 €)
Spiel um die Kleider (20 €)
Begegnung (20 €)
Jesus unterm Kreuz (10 €)
Tod und Grablegung

Johannes (10 €)
Maria unterm Kreuz (20 €)
Maria Magdalena - Patin: Annette Saberniak aus Chemnitz
Engel am Grab (20 €)
 

Weitere Spenden

Das Bonifatiuswerk des Bistums Dresden-Meißen hat mit einer großzügigen Spende den Erwerb weitere Ausstellungsexponate unterstützt.
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