Pilgerherberge und Begegnungsstätte am Zittauer Jakobsweg
Wer immer in guter Absicht diese Schwelle betritt, er sei uns willkommen.
 

Fotos von den Dachdeckungsarbeiten (9. Mai bis 8. Juni 2011)

Das Krüppelwalmdach ist mit alten gelblichen Handstrich-Biberschwanzziegeln gedeckt, ein Viertel der Westseite ist mit roten, stark verkrümmten Dachsteinen versehen.
Nach sorgfältiger Prüfung und Abwägung aller Umstände wurde entschieden, die Deckung der Ostseite lediglich zu reparieren und Fehlstellen zu ergänzen, die Deckung der Westseite jedoch komplett auszubauen und die teils gebrochene Dachlattung zu erneuern. Außerdem mussten auch 3 Sparren wegen starkem Hausbockbefall erneuert werden.
Die alten Dachziegel tragen die Spuren der Handarbeit und ergeben ein faszinierend lebendiges Farbenspiel. Selbst die für Hirschfelde einst typischen weißen Industrieablagerungen finden sich noch an einigen Dachsteinen und sind Zeugnis der Industriegeschichte des Ortes. Die roten Handstrichziegel werden ebenfalls gesäubert und auf Paletten eingelagert, finden jedoch anderweitig Verwendung.
Impressionen vom Dach

 
 
 
Der Anfang ist gemacht
Die Dachziegel werden sorgfältig abgenommen und zur Wiederverwendung nach unten transportiert
 
geborgene Dachziegel
die handgeformten Ziegel konnten alle geborgen werden
 
Hilfe durch ASB Robur
Nach kurzer Anleitung durch Mitarbeiter der Dachdeckerei Lehnert sind Helfer der ASB Robur dabei, die Dachziegel schonend von alten Mörtelresten zu befreien und aufzustapeln
 
Sparrenauswechslung
Während die alten Dachziegel aufbereitet werden, sind unterdessen die Arbeiten am Dach im Gange.
Auf der Westseite mussten 3 Sparren wegen Schäden durch Hausbockbefall ausgewechselt werden
 
 
 
 
Ortgang
Ausbildung eines traditionellen Ortgangs für Mörteldeckung mit Zahnleiste und Keilen für eine erhöhte Randausbildung
 
Eindecken der Traufe

 
Erneuerung der Dachhaut der Westseite
Die alten Dachziegel des Hauses wurden alle auf ihre Eignung zur Wiederverwendung vom Dachdecker geprüft. Fehlende Mengen konnten mit Handstrich-Biberschwänzen aus Beständen der Dachdeckerei Lehnert ergänzt werden.
Wie schön, dass es noch Dachdecker gibt, die solche Schätze nicht auf Feldwege kippen.
 
Altmaterial mit Geschichte
Die Spuren der Hände, die diese über 150 Jahre alten Biberschwänze geformt haben, sind noch sichtbar. Lebendiges Farbenspiel mit Patina, mit Geschichte. Einige Dachziegel tragen noch Spuren der gewaltigen Umweltverschmutzung durch die Hirschfelder Industrie. Sie wurden als Zeugnis der Zeitgeschichte ganz bewusst wieder mit in die Dachfläche eingearbeitet.

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8. Juni 2010: Der letzte First- und Gratziegel
Nachdem die Blitzschutzstangen gesetzt sind, wird die Dachfläche geschlossen.

fertiges Dach, Westseite
 
fertiges Dach, Ostseite
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