Pilgerherberge und Begegnungsstätte am Zittauer Jakobsweg
Wer immer in guter Absicht diese Schwelle betritt, er sei uns willkommen.
Jedes Jahr am ersten Advent wird das Pilgerhäusl zum Krippenhäusl. Denn in der Winterzeit ruht der Pilgerbetrieb; dafür nehmen unzählige Figuren aus Holz und Pappe in unserer Herberge Platz. Sie wollen Besucher aus nah und fern mit dem Weihnachtsgeheimnis in Berührung bringen. Ab Aschermittwoch ziehen die Fastenkrippen die Aufmerksamkeit auf sich.

Schon seit dem ersten Umbaujahr hat der Pilgerhäuslverein Weihnachtskrippen aufgestellt. Alles begann mit einem Helferfest.

Geschichte
An die 150 Papierkrippen lagern fein geordnet auf dem Boden des Pilgerhäusls. Und jedes Jahr kommen neue Ausstellungsstücke hinzu.

Exponate
Es ist eine Besonderheit, dass wir beim Rundgang durch die Ausstellung Wissenswertes über die Krippen, aber auch geistliche Impulse vermitteln.

Führungen
Eine Besichtigung der Passionsausstellung ist ausschließlich im Rahmen einer Führung möglich. Dazu braucht es unbedingt eine Anmeldung beim Verein.

Anmeldung

Anmeldung zu den Führungen

Termine | freie Plätze | Teilnehmerzahl

Die Weihnachtsausstellung kann vom 1. Advent bis zum Mariä Lichtmess (2. Feb. 2027) und die Passionsausstellung vom Aschermittwoch (10. Feb. 2027) bis Karsamstag (27. März 2027) besichtigt werden – allerdings nur während der Führungen. Da die Platzverhältnisse beengt sind, ist die Teilnehmerzahl auf zwölf Personen je Führung begrenzt. Gruppen ab sieben Personen können eigene Termine vereinbaren.

Sa 27.11.2026, 14 Uhr - ausgebucht / Ostritzer Gruppe
Sa 05.12.2026, 14 Uhr - 12 Plätze frei
Sa 12.12.2026, 14 Uhr - 12 Plätze frei
Sa 19.12.2026, 14 Uhr - 12 Plätze frei
Sa 26.12.2026, 14 Uhr - 12 Plätze frei
Sa 02.01.2027, 14 Uhr - 12 Plätze frei
Sa 09.01.2027, 14 uhr - 12 Plätze frei
 
Kontakt | Anfahrt | Eintritt

Für die Besichtigung bzw. Führung ist zwingend eine Voranmeldung erforderlich ist. Anfragen können an Jeannette Gosteli gerichtet werden: info@pilgerhaeusl.de, Tel. +49 175 40 85 997)

Pilgerhäusl e. V., 02788 Hirschfelde, Komturgasse 9
Einige Parkplätze befinden sich vor dem Haus, weitere auf dem Markt.

Der Eintritt ist frei. Wer seine Dankbarkeit für die Gastfreundschaft auch finanziell ausdrücken möchte, kann gern die Spendendosen vor Ort nutzen oder ganz einfach einen Betrag auf unser Konto überweisen: IBAN DE25 8505 0100 3000 1154 70. Für Beträge über 100 € stellen wir selbstverständlich auch Spendenquittungen aus.

Inhalt der Führungen

Informationen | Mediatationen | Begegnungen

Wissenswertes zu den Exponaten
Wir erkunden die Ausstellungsstücke gemeinsam und geben dabei Erläuterungen zu den einzelnen Darstellungen. Oft gibt es auch interessante Geschichten über die Entstehung der Krippen zu erzählen.
Lebensnahe Anregungen
Die Führungen stehen in diesem Jahr unter dem biblischen Motto „Für jeden leuchtet ein Stern“. Wir lassen dabei vor allem große Gestalten aus Theologie und Lyrik zu Wort kommen, welche Symbolkraft das Himmelslicht hat..
Gespräche an der Kaffeetafel
Im Anschluss an die geführten Rundgänge besteht die Möglichkeit, noch ein wenig in der gemütlichen Blockstube zu verweilen. Denn wir wollen Raum geben, über das Erfahrene ins Gespräch zu kommen- Bei Kaffee und Kuchen entsteht

Geschichte

Wie das Pilgerhäusl zu den vielen Krippen kam

2011: Erste Krippe
Unsere Krippentradition fing im Jahr 2011, also noch mitten in der Bauphase, ganz klein an. Freunde und Helfer versammelten sich in der noch baufälligen Blockstube weihnachtlichen Geschichten zu lauschen und Lieder zu singen – mittendrin einige Figuren der Leo-Krippe aus Südtirol.
2014: Erste Ausstellung
Kurze Zeit später entdeckten wir, dass bei unseren tschechischen Nachbarn der schöne Brauch der Papierkrippen wieder auflebt. Seit 2014 teilen wir unsere Begeisterung an diesen kleinen Kunstwerken und stellen immer wieder neue Exemplare zu bestimmten Themen aus.
2021: Erste Mechanik
Im Mai 2021 löste dann ein Geschenk einen großen qualitativen Sprung unseres Krippenbestands aus: die Engelsberger Krippe, eine mechanische Krippe von 1848. Schließlich haben wir 2024 die „Krippensaison“ verlängert und zeigen von Aschermittwoch bis Ostern auch Fastenkrippen.

Unsere Exponate


Mit geschnitzten Figuren fing alles an.
 

Leo-Krippe: hohe Schnitzkunst aus Südtirol

Auf den ersten Blick wirkt die Leo-Krippe wie ein Fremdling unter den vielen Papierkrippen im Pilgerhäusl. Nicht nur, weil sie aus Holz geschnitzt ist; sie wurde auch nicht in Böhmen, sondern im 800 km entfernten Grödnertal gefertigt. Auf den zweiten Blick hat die Leo-Krippe, die ihren Namen nicht von einem Löwen, sondern von ihrem Erschaffer Leo Moroder erhielt, dennoch ihre Berechtigung in unserer Ausstellung. Schließlich gelten die geschnitzten Krippen als Vorläufer der Papierkrippen. Nur gut Betuchte konnten sich solche kostbaren Holzkunstwerke leisten. Das gewöhnliche Volk wich eher auf gemalte Papierkrippen aus.

Das Beeindruckende der gleichermaßen modernen wie anmutigen Leo-Krippe ist vor allem die Größe der Hauptfiguren, die stolze 36 cm betragen. 25 der insgesamt 49 erhältlichen Krippengestalten können wir schon unser Eigen nennen. Darunter ist auch ein aktueller Neuzugang: der Hirtenjunge mit Hund.

Ausschnitt aus der beweglichen Engelsberger Krippe
 

Engelsberger Krippe: handgemaltes Unikat aus Nordböhmen

Die Engelsberger Krippe ist das unbestrittene Juwel unserer Krippenausstellung. Denn anders als die übrigen Exponate ist sie nicht nur ein Unikat, sondern auch beweglich. Einhundert der insgesamt 250 Krippenfiguren werden über hauchdünne Fäden und unzählige Schnurlaufräder in Aktion gesetzt.

Die Krippe wurde vermutlich 1848 von Josef Basler aus Neudörfel/Nová Ves gefertigt. Das erklärt auch den hohen künstlerischen Wert des Werks, denn Basler war ein renommierter Krippenmaler. Die Krippe stand ursprünglich in Engelsberg/Andělská Hora, einem kleinen Dorf am Fuße des Jeschken/Ještěd. 1901 brachte sie Wenzel Ansorge bei seinem Umzug mit nach Kunnersdorf a. d. E., wo sie bis 1945 privat aufgestellt wurde. Leider gingen im Laufe der Zeit die ursprüngliche Mechanik und die Krippenlandschaft weitestgehend verloren. Beides konnten wir jedoch mit ehrenamtlichem Elan wieder ersetzen. Weitere Informationen dazu findet man im Internet unter www.engelsberger-krippe.de .

Ausschnitt aus der Jahreszeiten-Krippe
 

Jahreszeiten-Krippe

Weil die gewöhnlichen Papierkrippen oft im „Schatten“ stehen, sobald die Engelsberger Krippe angestellt wurde, haben wir 2024 noch mehr Bewegung in die Krippenausstellung gebracht. Dazu wurde die Papierkrippe mit der Stadtkulisse von Kremsier/Kroměříž (Mähren) mit einer Mechanik ausgestattet. Wir haben diese Krippe gewählt, weil sie eine Besonderheit aufweist: Sie bildet alle vier Jahreszeiten ab und spielt so auf die spirituelle Sichtweise an, dass sich das Wunder von Weihnachten jederzeit wieder ereignen kann.

 

Kurbel-Krippe

Auch für die Kinder haben wir uns etwas ausgedacht: eine Kurbel-Krippe. Sie entstand aus einer Kombination von zwei Bastelbögen des Grafikers Kurt Völtzke aus Chemnitz. Während der Stall mit der Heiligen Familie wie bei allen Weihnachtskrippen statisch bleibt, lassen sich die Waldtiere mit einer Handkurbel in Gang setzen, so dass sie der Reihe nach an der Krippe vorbeiziehen. Insgesamt sind 26 Tiere zu entdecken, davon 12 bewegliche.

Ausschneidebogen der Weihnachtskrippe von Jaroslav Herain
 

Regionale Papierkrippen

Seit 2013 stellen wir böhmische Papierkrippen aus. Inzwischen ist unsere Sammlung auf über 120 Werke angewachsen. Wir unterscheiden dabei zwischen Faltkrippen, die nur aufgeklappt werden müssen, und Ausschneidekrippen, die wir eigenhändig ausgeschnitten und mit Kulissen versehen haben. Jeder Krippenautor hat dabei eine ganz eigene Art, Bethlehem in die Dörfer, Städte und Landschaften zu versetzen.
Natürlich können wir nicht alle Papierkrippen auf einmal zeigen. Deswegen stellen wir nur unsere Neuzugänge aus oder treffen eine Auswahl, die unter einem bestimmten Thema steht. In diesem Jahr wird die Region Süd- und Westböhmen vorgestellt.
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